Tales from the SMC, Part 1 – Arnies nächster Film?

Anmerkung der Redaktion: Jegliche seltsamen Stories, die ich in den nächsten Tagen und Wochen über meine Tätigkeit als Volunteer bei der Fifa WM 2006 (TM und so) erzählen werde, laufen unter obigem Titel. SMC bedeutet so viel wie Stadium Media Centre. Und nein, viele Insiderinformationen gibt es nicht, schliesslich habe ich vor, mich für die Euro 2008 wieder als Volunteer zu bewerben, und da sollte man vielleicht dann doch ein kleines bisschen dicht halten.

Ein kleines bisschen.

Heute nun erst mal etwas zum Thema „Dinge, die man kennt, deren Namen man aber nicht weiss“. Die geneigte Leserschaft versteht sicher was ich meine – so Sachen wie das Kundentrennholz, auch als Warentrenner bekannt. (Das scheint die offizielle Bezeichnung für das Ding zu sein, das man im Supermarkt an der Kasse auf dem Laufband zwischen seine Waren und die Waren des nachfolgenden Kunden legt, nur falls jemandem gerade nicht klar war, wovon ich spreche.)

Als Volunteer lernt man nie aus, und deswegen weiss ich seit meiner Tätigkeit für die Fifa, wie diese Dinger hier heissen, die wir zur Wegblockierung und Fotografeneinreihung benutzten:

Tensatooooor

Auch schon des öfteren gesehen, nicht wahr? Im Kino oder bei der Post, halt überall, wo man Schlange stehen muss – ausser im Supermarkt, aber da gibt es ja wie oben erläutert Kundentrennhölzer.

Okay: Die Dinger heissen Tensabarriers. Tensa, weil: Kann man anspannen und dann ist es gespannt = tense. Barrier, weil: Barriere. Ist zumindest meine meiner Meinung nach logisch klingende Interpretation.

Wir im SMC hingegen nannten die Dinger einfach nach ihrem Hersteller: Tensator. Wenn man zwei parallel nebeneinander aufstellt, hat man schliesslich sowas wie ein Tor. Womit wir bei Teil 2 des Titels wären: Tensator klingt doch nun echt wie ein Film von Arnold Schwarzenegger.

Derrrr Tennnnnnsaaaatooooor!!!

Ich sehe es bildlich vor mir. Schwarzenegger als Superheld mit Gummiarmen, aus der Zukunft geschickt, um verzweifelten Türstehern die Arbeit zu erleichtern.

Ja, okay, manchmal hatten wir im SMC auch einfach ZU viel Zeit. Kombiniert mit freidrehender Kreativität entsteht dann eben sowas. Und noch viel Schlimmeres.

Die Herstellerfirma produziert übrigens diverseste Formen von Tensabarriers, wie zum Beispiel den Tensalarm, den Tensacone oder auch den Tensapod. Letzterer ist übrigens nicht klein, weiss und musikalisch und passt auch nicht in jedermanns Ohrmuschel.

Naja, vielleicht in die Ohrmuschel von Arnie als Superheld mit Gummiohren.

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