Gurtenfestival Tag 1 – Ompa bis du umfällst

Für mich war von Anfang an klar, dass das Gurtenfestival 2006 mit einem Highlight anfängt und mit einem Highlight aufhört. Denn am Donnerstag standen Kaizers Orchestra auf dem Programm und am Sonntag Reamonn. Weil wir aber hier alles schön chronologisch machen, beginnen wir mit den Kaizers.

Hach ja. Die Kaizers. Man kann sie nicht beschreiben, man muss sie gesehen haben. Was offensichtlich noch nicht allzu viele Leute im Publikum getan hatten, denn die Verwunderung über die Ölfässer auf der Bühne war gross. Zumindest bevor die Herren Kaizer auftraten. Danach ging es ab. Wie immer. Geht ja nicht anders.

Man verlange jetzt bitte keine Setlist von mir, sowas krieg ich nie zustande. Immerhin vermag ich mich zu erinnern, dass sie mit dem einzigen Lied anfingen, dessen Text ich einigermassen mitsingen kann: Ompa til du dör (ja, das ö wäre eigentlich ein durchgestrichenes o, aber ich bin jetzt zu faul, das extra rauszusuchen und reinzukopieren, ausserdem will ich den Eintrag noch fertig kriegen, bevor ich Mittagessen kochen muss). The Jackal zuerst noch im Anzug mit komischer Weste drunter, die Jacke verabschiedete sich bald, die Weste auch irgendwann. Der Rest der Band trat zum Teil im Sommeroutfit auf, wie ich mir habe sagen lassen, d.h. Omen im Saturday Night Fever-Anzug, Thunder in babyblau. Babyblau war übrigens zuerst auch der Himmel, bis es dann irgendwann anfing zu giessen. Sprich: Ein Wolkenbruch der Stärke Dusche. Was den Jackal wiederum dazu verleitete, uns im Publikum zu besuchen: „I wanna sing in the rain with you!“
Er war sowieso sehr publikumsnah diesmal, kam mehrfach ans Gitter und belästigte dort einen Security (wäre er Marilyn Manson und hätte das Konzert in den USA stattgefunden, hätte der Jackal vermutlich jetzt eine Klage am Hals) und liess sich auf den Schultern eines Glücklichen/Unglücklichen durch die Menge tragen. Zum Schluss gab es dann noch eine Runde Crowdsurfing.

Irgendwann fiel mir dann auch noch ein, dass ich mit meiner Digicam auch Videoaufnahmen machen kann, zwar ohne Ton, aber trotzdem. Deswegen hier: Meine kleinen Stummfilme.

Hier ging es wohl darum, dass Thunder einen Schweizer Bass spielte, und bei der Vorstellung der Herren Kaizer wollte der Jackal von Thunder und vom Publikum wissen, ob der Bass gut sei. Lippenleser dürften deswegen wohl diverse Male „Is it good?“ entziffern können und irgendwann mal ein lautstarkes „Kaiiiiiiizeeeeeeer!“

Nächstes tonloses Werk:

Hier befinden wir uns mitten in Resistansen und der Jackal sich mitten im Publikum. Lippenleser, auch hier aufgepasst: „Halleluja“ ist das Wort des Tages.

Sagte ich schon, dass das Konzert toll war? Ich hatte ein Highlight erwartet – und mehr als das gekriegt. Hm, werde wohl im November nach Zürich pilgern müssen. Vielleicht tragen sie da ja dann wieder ihre Winterklamotten…

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