From Sarah? Nö, From Hell!

Ich versuche ja wirklich, mich in musikalischer Toleranz zu üben. Wirklich. Ich versuche es. Aber manchmal, da… AAAARGH!!!

Und leider trifft es mal wieder Sarah Connor, die mir menschlich ja nicht mal total unsympathisch ist und bekanntlich wirklich sehr gut singen kann, aber trotzdem immer wieder musikalisch dermassen in die Kacke greift, dass es nicht mehr schön ist.

Sarah Connor wird uns demnächst mit dem Album „Soulicious“ beehren, das lauter Coverversionen der Songs enthält, mit denen sie aufgewachsen ist.

Klingt ja noch harmlos. Mit der Titelmelodie von „Wickie und die starken Männer“ hätte ich leben können. Genauso mit einer Runde 80er-Retortenmucke, frisch aufgewärmt auf den Tisch.

Aber nein, sie ist mit viel hochstehenderen Songs gross geworden. Leider.

Als Vorabsingle covert Frau Connor…

…Entschuldigung, aber das entsprechende Youtube-Video läuft gerade im Hintergrund, während ich dies tippe, und es verursacht mir wirklich körperliche Schmerzen…

…einen der Songs, die mir wirklich wahnsinnig viel bedeuten. Und man kann es nicht „covern“ nennen. Sie massakriert das Werk. Sie nimmt ihm jegliche Bedeutung. Sie fucking vercocacolaweihnachtswerbespotisiert es, okay?

UND DAS GANZE IST AUCH NOCH DIE MUSIKALISCHE UNTERMALUNG ZU HENRY MASKES BOX-COMEBACK!!!

Sorry, Sarah: Damit ist dein Schicksal besiegelt. Im Jenseits musst du bis in alle Ewigkeit mit DJ Ötzi, Nik P und Hartmut Engler Klingeltöne für computergesteuerte Engelsharfen produzieren. Ganz bestimmt.

Ach ja, die geneigte Leserschaft will jetzt vermutlich wissen, um welchen Song es sich handelt.

„The Impossible Dream (The Quest)“ aus The Man Of La Mancha. Hier die Sarah Connor-Version:

Bei Youtube findet man natürlich auch zig andere Versionen – zum Beispiel eine auch ziemlich grässliche aus der American Idol-Staffel, die Kelly Clarkson gewann – , und natürlich hat eigentlich theoretisch niemand das alleinige Recht, diesen Song zu interpretieren.

Bloss ist das hier nicht theoretisch, sondern praktisch mein Blog, und deswegen darf das nur einer. Einer, der menschlich sicherlich ein grösseres Arschloch war, als es Sarah Connor je sein könnte. Aber das ist mir wumpe, denn ihm nehme ich dieses Lied, diesen Text ab wie niemandem sonst. Was er gesungen hat, darf niemand sonst mehr singen. Da ist meine musikalische Toleranzgrenze erreicht.

Monsieur Jacques Brel.

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