No no, there’s no limit

L’enfer, ce n’est pas les autres. Die Hölle sind nicht die anderen, sondern die Treppenstufen rauf in die zweite Etage in unserer Wohnung nach dem Besuch im Fitnesszentrum.

Besonders heute. Heute hab ich nämlich – ta daaa, tarömm, törööö törööö – zum ersten Mal zwei Runden im Miha-Zirkel gemacht. Naja, mit Beschiss, denn eigentlich wären für den Ausdauerteil des Kraftausdauertrainings je sechs Minuten auf dem Crosstrainer und sechs Minuten auf dem Fahrrad vorgesehen. Die geneigte Leserschaft kennt aber vermutlich mittlerweile meine Gefühle gegenüber dem Crosstrainer und wird deswegen verstehen, dass ich nur einmal auf dem Crosstrainer und dreimal auf dem Fahrrad war. Hey, Ausdauertraining ist Ausdauertraining!

Sprach sie und ordnete diese Aussage wahrheitsgehalttechnisch direkt neben „Schokolade ist gesund wegen der Endorphine und Chips sind super wegen der Elektrolyte“ ein.

Ach, aber heute habe ich endlich mal wieder das gespürt, dass bei mir einkickt, wenn ich über einen längeren Zeitraum (i.e. länger als so 20 Minuten) trainiere: Das Workout-High.

Dieser Tunnelblick (Nein! Nicht wortwörtlich! Und da war auch kein Licht am Ende des Tunnels! So heftig habe ich mich dann doch nicht verausgabt!), der einen die Umwelt ausblenden lässt, von der Trulla, die mal wieder von Gerät zu Gerät drängelt (es ist IMMER eine da, auch wenn nur ich und ebendiese Trulla im Miha-Zirkel sind, und nein, es liegt nicht an mir!), über den Fitnesszentrum-Chef, der die Putzfrau instruiert, wie sie die Geräte zu säubern hat, bis hin zu dem Pseudotrainingsheini, der sich öfter im Spiegel beobachtet als dass er wirklich physisch was tut. Dieses Gefühl, den Körper und seine Arbeit zu spüren, und natürlich die Musik im Ohr, die einen antreibt.

Die bringe ich übrigens von zuhause mit. Im Fitnesszentrum läuft Radio. Heute z.B. als ich gerade fertig war, beschallte uns Gloria Estefan mit „Don’t wanna lose you now“. Jahaaa, das macht Laune.

Mein Workout-Mp3-Programm könnte man auch The Good, The Bad And The Ugly nennen. Zu The Good gehört vermutlich Zeug wie Laura (City Hi-Fi Vocal mix) von den Scissor Sisters und eingeschränkt Nelly Furtados Maneater und Say It Right, bei The Bad ordnen wir Leute wie Britney Spears, Kelly Clarkson und die Pussycat Dolls ein – Musik von begrenzter Geschmackssicherheit, aber mit einem sehr geeigneten Beat für Sport -, und bei The Ugly finden wir eigentlich vor allem ein Lied:

2 Unlimited – No Limits.

Mein Gott, das Workout-High ist halt nicht für sein exquisit filigranes Gehör bekannt, das braucht Stuss mit Rhythmus, bei dem man mit muss. Philosophische Texte sind da fehl am Platz.

Genauso fehl am Platz im Fitnesszentrum und nicht mit dem Workout-High zu verwechseln ist übrigens diese Übung hier.

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