Mal wieder was zum kleinen Unterschied

Ich hab da ja eine Theorie. Also, eigentlich hab ich viele Theorien, und ich weiss nicht mal, ob ich die hier schon mal dargelegt habe, aber ich bin alt und es ist früh und deswegen sei mir eine allfällige Wiederholung verziehen.

(Ausserdem: Mein Blog, mein Möbelhaus, meine Kamera, meine durch Vergesslichkeit hervorgerufenen Einträge zum gleichen Thema!)

Also. Meine Theorie. Ist meine. Und gehört mir. (Hurra, Monty Python-Anspielung kurz nach acht, Applaus Applaus)

(Mittlerweile habe ich schon so viele Klammern eingebaut, dass die Theorie nur noch enttäuschen kann, egal wie grandios sie ist.)

Ähem. Here goes: Männer und Frauen gehen Beziehungen an wie Shopping.

Doch, echt jetzt! Ich werde das nun erläutern und dann wird es total einleuchtend sein!

Nehmen wir das Beispiel Schuhe. Ein Mann (ausser er ist David Beckham oder Elton John) kauft sich Schuhe, wenn er Schuhe braucht. Er geht in den Laden, sucht sich ein Paar, das ihm optisch nicht gerade Brechreiz verursacht, guckt ob es einigermassen passt und nimmt es dann mit nachhause. Dann trägt er die Schuhe, bis sie ausgelatscht sind. Schuhpflege (ausser er ist David Beckhams oder Elton Johns Assistent) wird dabei nicht gross betrieben. Wenn die Dinger kaputt gehen, dann lässt er sie im Extremfall, wenn sie wirklich seine absoluten Lieblingstreter sind und er ohne sie nicht leben könnte, vom Schuhmacher nochmal neu herrichten. Im Normalfall fliegen sie aber in die Tonne. Und er macht sich wieder auf in den Laden und kauft ein Paar sehr ähnliche Schuhe, die aber vermutlich ein kleines bisschen schicker und moderner sind. Und das Spiel beginnt von Neuem.

Eine Frau mag vielleicht gerade keine Schuhe brauchen, aber gucken schadet ja nie. Gucken kann man ja immer. Aber natürlich hat eine Frau in ihrem Hinterkopf die Vorstellung ihres absoluten Traumschuhs, den sie überall sucht und nirgends findet, weil ihre Vorstellung einfach zu konkret ist und kein Schuh alle nötigen Kriterien erfüllt. Insofern wird sie tagelang durch die Läden ziehen und alle möglichen Schuhe anprobieren, manche kauft sie auch und nimmt sie mit heim, aber dann kann es durchaus vorkommen, dass sie sie nur einmal trägt und sie daraufhin im Regal verstauben. Andere wiederum entwickeln sich wirklich zum Lieblingsschuh, und die werden dann auch gehegt und gepflegt und beim Fachmann mit neuen Absätzen bestückt und gerne in Gesellschaft vorgezeigt. Es kann aber auch sein, dass eine Frau ein Paar alte Pantoffeln besitzt, die sie der Öffentlichkeit nun wirklich nicht zumuten kann, die sie aber als guilty pleasure trotzdem behält und nur dann zuhause anzieht, wenn sie das ganz dringende Bedürfnis nach etwas Kuscheligem hat. Und auch wenn eine Frau ihre absoluten Traumschuhe wider Erwarten doch mal findet, so muss eins klargestellt werden: Geguckt wird trotzdem weiter. Man weiss ja nie. Und gucken geht immer.

(Ich? Ich hab meine Docs. Und auch wenn ich sie nicht immer so gut pflege, wie sie das verdienen, so sind sie trotzdem die Schuhe, die ich liebe und die ich nie weggeben würde. Denn sie passen. Zu jeder Gelegenheit. Da muss ich gar nicht weiter suchen.)

(Was nun Handtaschen angeht, nun, das ist ein ganz anderes Thema. Davon krieg ich nie genug. Das kann aber nun wer anderes so klischeebeladen wie möglich analysieren.)

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