Lauschangriff

Im Moment scheint es ja gerade mal wieder trendy zu sein, zufällig mitgehörte Dialoge von anderen im Internet wiederzugeben.

Siehe bei fudder hier und hier. Altbekannt sind diesbezüglich national natürlich Belauscht.de und international Overheard in New York.

Derlei externe Stimulation braucht meinereiner nicht. Ich krieg genug Quatsch zu hören, sobald ich selbst den Mund öffne. Manchmal auch mit freundlicher Unterstützung der Meinigen. Einige Beispiele aus den letzten Tagen:

Mann niest. Ich: „Prost! Ähhh, ich meine Gesundheit!“

„Mein Vokabular ist einfach zu extensiv für diese Welt.“ (Pause) „Was mit diesem Satz mal wieder bewiesen wurde.“

„Gisbert zu Knyphausen spielt im Oktober in Bern. Im Sous Soul.“
„Das ist aber total klein!“
„Ach, der Gisbert ist schmal, das passt schon.“

„Festplattensatellit“ als Synonym für „Digital Receiver“, weil mir letzterer Begriff einfach nicht einfallen wollte.

Und natürlich gerade vorhin, und hier muss ich erst etwas ausholen und erklären: Wir waren gestern im naturhistorischen Museum in Basel, die Animatus-Ausstellung angucken und auch den Rest des Museums, und bei den Wildkaninchen und den Hasen musste ich feststellen, dass Kaninchen ja eigentlich viel niedlicher sind als Hasen, worauf mein Mann beschloss, dass ich dann wohl das Kaninchen in der Beziehung sei (wir nennen einander ja Hase (deswegen, ja, Kitsch, schon klar) oder auch Hus, Schnushus, Schnusbus, Schnüshüs usw. und so fort), und seitdem sucht er nach Abwandlungen von „Kaninchen“, mit denen er mich betiteln kann. Klappt nicht immer, deswegen also gerade vorhin:

„Mach das, mein Kanister! Äh, Karnickel!“

Meine Rache wird fürchterlich sein.

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Ein Gedanke zu “Lauschangriff

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