Brief aus dem Exil

Mein Mann hat mich gerade aus der Küche geschmissen. Pöh.

Er bildet sich ein, dass er jetzt die Überreste meiner Sonntagskocherei beseitigen und die Küche aufräumen muss, weil ich ja gekocht habe und so. Ich kriege dabei aber natürlich ein schlechtes Gewissen, weil er ja Wochenende hat und ich ohne seine Geldverdienerei gar nix zum Kochen hätte. Je nun. Immerhin gab es Kasseler im Teig, Bohnengemüse und selbst gemachtes Kartoffelpüree – ich hoffe dass ich dafür wenigstens ein paar Punkte bei der Einwanderungsbehörde kriege, sollte ich mich je dazu entschliessen, die Staatsbürgerschaft zu wechseln und sollten die mich zwecks Überprüfung meiner Eignung als Deutsche googeln…

Ach ja, vorm Essen waren wir spazieren, und zwar sind wir auf den Mauracher Berg gelaufen, der eigentlich mehr so ein Hügel ist, dessen Anstieg zur Ruine Sankt Severin sich aber deswegen mühsam gestaltet, weil der Weg zwischendurch aus für meine kurzen Beinchen relativ mühsamen Stufen besteht. Oben wird man dann aber mit einer nicht unhübschen Ruine belohnt und dem Anblick der örtlichen Jugend, die sich wohl am Samstag mit einem Saufgelage, äh, Grillfest vom Sommer verabschiedet hat. Nun ja, die Ruine als Partyort ist mir immerhin sympathischer als der Stadtpark, der bekanntlich vor unserer Haustür liegt. Dort wurde letzte Nacht fröhlich White Stripes-Döörötötötöööötööö gejohlt, nur unterbrochen von der live nachgegröhlten Hermes House Band-Version von I Will Survive, genauer gesagt dem Lääälälälääääläääälälälälälälääälälälälääää-Teil (falls sich jemand gar nichts darunter vorstellen kann: hier ab 2:09 und noch schlimmer ab 2:45. Uaaargh. Finger weg von Gloria Gaynor! Grrrmpf!).

Aber um wieder zum Thema Spaziergang zurück zu kommen: Wir sind dann von der Ruine aus noch etwas durch den Wald gewackelt und auf Umwegen zum Kultur- und Bürgerhaus gelatscht, wo ich einfach immer wieder dieses Feriengefühl kriege und den allmächtigen Mächten noch mehr als üblich danke, dass wir hierhergezogen sind. (Auch wenn die allmächtigen Mächte derzeit meinerseits mehr so mit dem Stossgebet „Zwei Rüden! Zwei Rüden!“ belästigt werden, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema…)

Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hab im Wald und um den Wald herum Fotos gemacht. Aber ich dachte mir, ich schreib mal wieder ein bisschen sinnlosen Text, bevor ich die Dinger ohne weiteren Kommentar hier reinpappe. Nur damit das hier nicht vollständig zum Kurzeintragblog verkommt!

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2 Gedanken zu “Brief aus dem Exil

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