Über den Wolken…

…muss die Panik manchmal wohl grenzenlos sein.

Ich gebe es zu: Ich bin einer dieser wahnsinnig lästigen Flugpassagiere, denen immer wieder bewusst wird, dass sie gerade in einem Metallzylinder mit zwei Metallarmen in 10 000 Metern Höhe schweben und das ist einfach nicht richtig und wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch fliegt und überhaupt und sowieso ad nauseam.

Nein, ich möchte auch nicht neben mir sitzen.

Ich sehe ein, dass Fliegen manchmal notwendig ist, aber wenn es nicht sein muss, vermeide ich es, so gut ich kann. Ja, das mag ein überraschendes Geständnis von jemandem sein, der über mehrere Jahre zweimal pro Jahr um den halben Globus geflogen ist, aber da musste es halt sein. Ich meine, Besuche bei der Dentalhygienikerin sind auch nicht toll, müssen aber sein. So ungefähr ist das bei mir mit dem Fliegen. Wat mutt, dat mutt.

Ich hatte auch schon ein paar lustige Flugerlebnisse, sei es das Beobachten eines Gewitters vom Blickwinkel über den Wolken (total schön, aber komm bitte nicht näher, danke sehr), die Durchsage „Is there a doctor on this plane?“ (war dann natürlich genau der Typ neben mir), die Russin, die hinter mir 12 Stunden so ziemlich durchgekotzt hat, der Moment, als es uns beim Landen in Lissabon nochmal seitlich kräftig hochgeworfen hat… och ja, war schon gerne mal was los. Und ja, mir ist auch klar, dass Fliegen total sicher ist. Aber ich mag nun mal Zugfahren, okay?

Und ehrlich gesagt: Bei den Passagierstories, die man derzeit bei Spiegel Online nachlesen kann, bin ich doch sehr sehr froh, dass ich nicht mit an Bord war. Ich hätte mich sonst vermutlich benommen wie Marge in der Simpsons-Episode Fear of Flying. Ein Beispiel gefällig?

Während eines Fluges zur griechischen Insel Kos kam eine Durchsage des Piloten: „Tinky Winky und Lala bitte ins Cockpit kommen!“ Und nach der Landung sagte er über die Lautsprecher: „Captain Future und sein Team wünschen Ihnen noch einen schönen Urlaub!“

Äh ja. Drei Tage wach und druff druff druff?

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