Wir kehren demnächst zu unserem normalen Programm zurück

Eigentlich ist mir aufgrund der Ereignisse in Winnenden nicht wirklich nach einem Things I Love Thursday. Nils Minkmar sagt es treffend genug, weitere Worte braucht es nicht.

Nun ja, doch. Vielleicht noch dies: Was ich in Diskussionen zu solchen Themen ja gar nicht abkann, sind Argumente nach dem Motto „Ja, und in Afrika verhungern die Kinder, und wer trauert um die?“ Ist so. In Afrika verhungern die Kinder. Jeden Tag. Das ist schlimm. Und dass das schlimm ist, streitet auch keiner ab. Aber dieser Hinweis hilft in diesem Moment niemandem weiter, der sich ob eines Amoklaufes betroffen fühlt, egal ob er oder sie wirklich direkt oder indirekt oder überhaupt nicht betroffen ist. Und ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass jeder ein Recht darauf hat, sich betroffen zu fühlen, zu trauern und mitzufühlen. Auch wenn ich die Platitüden und Phrasen der Öffentlichkeit mit ihrer tiefen Betroffenheit, ihren scharfen Verurteilungen und ihrer aufrichtigen Trauer selber auch gerne mal als geheuchelt empfinde – es gibt doch eh keine Worte für solche Situationen, keine Formulierungen, die irgendetwas besser machen und keine Sätze, die wirklich trösten.

Vielleicht ist stilles Gedenken ja wirklich nicht die schlechteste Variante.

Wie dem auch sei, ich mach mich jetzt dann trotzdem an die TILT-Ausgabe dieser Woche. Und spare mir jegliche Rechtfertigung von wegen „Das Leben geht weiter“ oder so ähnlich.

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