Don’t look back in anger

Im Moment grassieren sie ja überall: Die Jahresüberblicke, zusammenfassenden Listen und natürlich aufgrund des Wechsels von 09 zu 10 die Jahrzehntsflashbacks.

Hm. Ich hab ja weder Zeit noch Geduld für sowas gerade. Und Lust? Eh nicht. Ich muss Bastian angucken. Aber sagen wir es mal so:

1999: Schweiz, übernächtigt, overworked, underpaid, nicht wirklich glücklich single, mit einer Tendenz dazu, mit ähnlich gefrusteten Arbeitskollegen in ländlichen Kneipen zu versumpfen, eine bis eineinhalb Packungen Zigaretten pro Tag, the only good food is fast food, ausserdem WG-Bewohnerin mit Katze, grosse Verfechterin der ÖV-Benutzung (Panik vorm Führerschein) Träume vom kultigen Stadtpflanzendasein mit kleinem, aber schniekem Balkon und kleiner, aber schnieker Wohnung, coolem Sozialleben und allgemeinem Carrie Bradshaw-Style-hip-and-happening-Singlelebenswandel. Kinder? Never.

2009: Deutschland, glücklichst verheiratet, Hausfrau, Hundebesitzerin, frischgebackene Mutter, demnächst wohnhaft auf dem ländlichsten Lande, Führerschein deswegen trotz Panik in Arbeit (immerhin: Theorieprüfung 0 Fehler), Scheiss auf kleine Balkons, ich plane meinen eigenen Gemüsegarten, geraucht wird vielleicht einmal pro Jahr eine geschnorrte Kippe und seit neun Monaten ist sogar Passivrauchen schröcklich, Alkohol braucht kein Mensch ausser vielleicht mal ein Bier zum Fussballgucken (natürlich fällt auch das seit April flach, also das Bier, nicht der Fussball), Ernährung ist eine Wissenschaft und Selbermachen ist super.

Und: Never better. Aber immerhin noch übernächtigt.

Flattr this!

Ein Gedanke zu “Don’t look back in anger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.