Blog, interrupted

Ja, wir leben alle noch. Ja, Bastian wächst und gedeiht. Ja, Nibbler hat immer noch einen Knall. Nein, dieses/dieser Blog ist nicht tot. Ja, es geht uns allen gut. Aber.

Life happens, you know? Ich hab tagsüber eigentlich stets ein Baby irgendwo an meinem Körper, und abends fehlt mir schlichtweg das Hirn, um einen Blogeintrag basteln zu können, den ich mit gutem Gewissen veröffentlichen kann, denn Foto- und Videoeinträge sind für mich auf Dauer nicht das Wahre. Ausserdem gibt es hier und da auch noch andere Verpflichtungen – Fahrstunde, Ehrenamtliches, Alltagserledigungen – , die nicht liegenbleiben dürfen, und deswegen ist das hier derzeit halt eins der Dinge, die notgedrungen liegenbleiben müssen. Das tut mir manchmal in der Seele weh. Würde ich z.B. gerne eloquent, ausführlich und bissig über den ESC von gestern schreiben? Klar. Geht aber gerade nicht. Würde ich gerne darüber frohlocken, dass Bastian innerhalb von einer Woche gleich zwei Zähnchen gekriegt hat, und mich gleichzeitig lauthals darüber beschweren, welche Auswirkungen dies auf die ohnehin eher im Klischee als im Alltag existente Romantik des Stillens hat? Aber natürlich. Und würde ich gerne mal eine ellenlange Abhandlung über meine Versuche im Bereich des motorisierten Strassenverkehrs verfassen? Sowas von.

Allein, es fehlt halt an Zeit, an Musse, an der Fähigkeit, mein Hirn genügend freizumachen, um mich diesem Blog zu widmen, und deswegen sind hier gerade die Beinkleider in den ewigen Jagdgründen, um es mal halbwegs subtil zu sagen.

Und nein, die postnatale Depression, mit der ich nun doch zu kämpfen habe, trotz aller Versuche, mich dagegen zu wappnen und zu wehren, die hilft dabei auch nicht weiter. Wird aber wieder, keine Sorge. Braucht halt auch vor allem eins: Zeit. Die ich woanders abzwacken muss.

Ich kann es aber persönlich überhaupt nicht leiden, wenn Blogger sich nicht verabschieden bzw. nicht darauf hinweisen, dass erst mal nix mehr kommt. Hoffnungsvolles Blogbesuchen mit anschliessender Enttäuschung, das es immer noch kein Update gibt, finde ich doof. Also, nicht dass ich davon ausgehe, dass irgendjemand tagtäglich hoffnungsvoll meinen Blog anklickt… trotzdem. Deswegen hier erst mal die temporäre Abmeldung, in der Hoffnung, bald wieder da zu sein.

Also keine Sorgen machen und nicht einfach weggehen und nie wiederkommen, bitte – alles wird gut. Das Allermeiste ist es ja schon, und der Rest ist eine Herausforderung und sonst nix. Und Herausforderungen sind doch eigentlich ganz spannend…

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.