Ein Jahr in Updates, Teil 4

Hurra! Der letzte Teil! Bald kann ich wieder ins Bloggernirvana zurück! Ähem. Kann auch heute nicht versprechen, dass die Kommentare ausschweifend werden, anstrengender Tag und so, aber wir gucken einfach mal, nicht wahr? And now back to Bastian’s world.

02. Oktober um 19:29
Bastian hatte heute seine erste gewalttätige Begegnung mit dem anderen Geschlecht: Die dreijährige Tochter von Freunden wollte ihn dauerknutschen. Hehehe.
Bastian findet Knutschen doof. Knuddeln hingegen ist je nach Verfassung supi. Und nicht schlägt das Gefühl, wenn er mich umarmt (so gut es halt geht) und sein Köpfchen an meine Schulter legt. Herzschmelze.

04. Oktober um 08:20
Ach, warum sollte man auch nicht mit neuneinhalb Monaten Klimmzüge an Stuhllehnen machen… (Hilfe, mein Kind spinnt!)
…und ist wie gesagt kräftig und furchtlos. Trotzdem hab ich dann sichergestellt, dass er nicht mitsamt dem Stuhl umkippt. Wobei er ja Umfallen – wie ebenfalls bereits erwähnt, meine ich mich zu erinnern – meistens total spassig findet. Das hat er bestimmt nicht von mir. Ich lach erst später beim Weitererzählen über meine Missgeschicke.

06. Oktober um 13:33

Babybreihersteller und Babyklamottenhersteller sollten sich besser absprechen. Das Verfügbarkeitsverhältnis von orangefarbenem Babybrei und orangefarbenen Babyklamotten stimmt irgendwie überhaupt nicht…
Andererseits will man ja auch nicht extra vor irgendeinem sportlichen Großereignis in die Niederlande fahren, um sich dort mit farblich Passendem einzudecken. Nee, dann doch lieber Flecken.

11. Oktober um 08:10
Heute Double Feature hier: Jäger der verlorenen Socken/Vom Hunde verhöhnt.
Keine Ahnung, was der Hund da wieder getrieben hat, aber im Zweifelsfall war er total gemein zu mir. Und Socken werden hier ja prinzipiell ausgezogen. Hippiekind! „I got toes, mother…“

20. Oktober um 10:19

Gib deinem Sohn einen Breilöffel, und er ist fünf Minuten beschäftigt. Gib ihm einen hölzernen Kochlöffel, und er haut ihn dir den halben Morgen auf die Birne.
Die Mama macht aber auch immer so lustige Geräusche, wenn sie gehauen wird. Na ja, mehr als „Nein!“ sagen und im Zweifelsfall Löffel wegnehmen geht halt noch nicht – das dauert noch, bis der Kleine kapiert, dass er anderen Leuten Schmerz zufügt. Leider. Ich zähle die Tage…

21. Oktober um 09:51
Bastian hat das Bidet im Badezimmer entdeckt. „Hurra, ein Waschbecken in meiner Höhe, freu freu!“ (Nein, ich weiß auch nicht, warum da ein Bidet steht. Ich wohn nur hier.)
Das Ding ist aber auch nicht mehr so interessant wie auch schon. Derzeit höchst faszinierend: Windeleimer, Wäscheeimer, hinter den Wickeltisch geschobene Babybadewanne, Klobürste. Ungefähr in der Reihenfolge, abgeschlossen mal wieder mit einem „Nein!“ mamaseits und wildem Gegackere bastianseits.

25. Oktober um 17:07
Babystirn vs. Mamanase: 1:0
Wer braucht schon ein Holzhämmerchen oder einen Kochlöffel? Mama zum Jaulen bringen kann ich auch ganz ohne Hilfsmittel!

29. Oktober um 13:16
Ich glaube ich weiß, was Bastian mit „Bauwa“ meint. Zumindest taucht dieser Laut recht häufig in Gegenwart des kleinen schwarzen befellten Mitbewohners auf…
Logisch und verständlich – bekanntlich können nicht mal die Dorfbewohner hier „Nibbler“ sagen, wie soll es dann ein kleiner Bastian hinkriegen? Eben.

04. November um 12:20

Ich find es ja einfach Zucker, wie der Hund hergehampelt kommt und sich ins Bett wirft, wenn er hört, dass ich Bastian in den Schlaf singe.
Ist wirklich gerne mal so: Wenn Nibbler mitkriegt, dass ich Bastian stille und zum Schlafen zu bringen versuche, dann gesellt er sich gerne dazu. Ist mir auch lieber, als wenn er in einem anderen Teil des Hauses rummosert… einschlafendes Kind und „Niiiiibbleeeer!!!“-Rufe passen nicht so zusammen.

05. November um 14:59
Der Sohn und die angewandte Physik: Rauer Jeansstoff vs. rauer Wollteppich vs. Krabbeln = genug Reibung, um sich seiner Hose zu entledigen.
Sagte ich schon Hippiekind? Wobei ich die Jeans eh nicht so mag, davon kriegt Bastian ab und zu Druckstellen. Dann lieber irgendwelche Jogginghosen. Ich halte sowieso nicht viel von den meisten „Kinder als kleine Erwachsene“-Outfits. Na gut, der olivgrüne Winterparka musste sein, und das heute gekriegte Ramones-Shirt ist natürlich auch grandios, aber allgemein finde ich ja, dass ein Kind auch aussehen kann wie ein Kind. Tun sie ja schnell genug nicht mehr…

06. November um 18:18
Dem Sohn heute schweineteures Haba-Spielzeug gekauft. Resultat: Kind und Hund kloppen sich um die leere Pappschachtel. Seufz.
Wobei Nibblers Pappschachtelobsession einiges größer ist als die von Bastian. Der Bub findet dann irgendwann auch das Spielzeug toll. Wobei, ebendieses Spielzeug – einen recht weichen Stoff-Pseudozug mit Stofftierchen drin – interessiert ihn immer noch kaum. Hart muss es sein. Und es darf gerne Blinkblink-Fliewatüüt machen. Pädagogisch wertvoll? Nee, danke.

12. November um 08:05

Klar, das mit dem Stehen ohne Festhalten musste unbedingt noch vor Ende des elften Monats untergebracht werden, gell Bub. 😉
Und nee, ich plustere mich in solchen Momenten natürlich auch gar nicht auf vor Stolz oder zerquetsche ein „Oh mein Gott, er wird so schnell groooooß!!!“-Tränchen…

16. November um 13:22
Der Sohn kann jetzt nicht nur seine Socken ausziehen, wenn er kurz mal in den Laufstall muss, sondern auch seine Hose. Damit er auch ja möglichst bemitleidenswert wirkt, falls mal jemand vorbeikommen sollte, während ich mich erdreiste, auf dem Klo zu sein…
Laufstall ist für Bastian sowieso gleichbedeutend mit Babyknast, Einzelzelle. Katastrophe!!! Schreien!!! Teufel der Wut!!! Deswegen nehm ich ihn mittlerweile beim Klobesuch einfach mit in die Nähe, wo ich ihn im Auge behalten kann. Und ihn davon abhalten kann, die Klobürste zu rauben. „Bäh, Bastian, bäh!“ – „Gackerdigick, Mama ist so lustig!“ Seufz.

19. November um 14:02
Sohn sitzt vor der Stereoanlage, hört Drei Haselnüsse für Aschenbrödel und spielt mit dem abgerissenen Lautstärkeregler. Mutter sehnt sich nach Zigaretten und Alkohol…
Wobei ich auf Zigaretten sicher auch nach dem Ende der Stillzeit verzichten werde. Alkohol? Na ja, den Long Island Ice Tea zur Feier des Tages, an dem ich wieder Alkohol trinken darf, werde ich mir sicherlich gönnen. Und dann lallen, umkippen und dem Schnaps wiederum abschwören.

23. November um 07:56
Bastian kann jetzt die Nachttischlampe ausschalten. Einschalten klappt aber noch nicht. Dreimal dürft ihr raten, was ich seit zehn Minuten alle fünf Sekunden machen darf…
Und jaaaa, ich dreh die Birne immer so, dass er nicht reinguckt, und jaaa, die Steckdosen sind ausser Reichweite, und jaaa überhaupt. Grantel.

29. November um 16:17
Er. Läuft.
Na ja, natürlich derzeit noch um Möbel rum und mit Abstützen und, siehe Video von neulich, mittels Lauflernwagen, aber trotzdem. Er ist schon verflixt flink auf den Beinen, der Herr. Und hat einen Mordsspass dabei. Ich habe keine Ahnung, woher er diese Bewegungsfreude hat – ich kenn sowas von mir nur sehr bedingt. Muss etwas Springhartsches sein.

06. Dezember um 17:47
Bastian hat sich heute einmal quer durch Freiburg geflirtet und dem Nikolaus tapfer Schokolade abgeluchst. Die er noch nicht essen darf. Har har.
Och, die Mama hat sich dann geopfert. Als Mutter muss man ja Opfer bringen. Har har.

07. Dezember um 08:33

Bastian hat unseren Badezimmer-Rollwagen zum Lauflernwagen umfunktioniert. Ich übe schon mal „Duty Free cigarettes?“ und „Ghaffeeteecolamineralgipfelisandwiiiiich“ mit ihm…
Hm, was erzählen die deutschen Minibarleute eigentlich so? Ich erinnere mich aus meiner Zeit als Vielzugfahrerin vor allem an die Brezel- und die Eisfee. Bastian darf gerne auch eine Fee werden, wenn er möchte. Hauptsache, es macht ihn glücklich. Er muss dabei nicht mal Brezeln oder Eis verkaufen. Aber der Badezimer-Rollwagen steht mittlerweile trotzdem wieder da, wo er hingehört.

09. Dezember um 11:01
So, Kind macht Ausflug mit Oma und Opa (DANKE!!!), ich meinerseits widme mich ganz der französischen Sprache: Liberté, Heisser Teé, Hühnersuppé… (Interessanterweise erwischt mich die Kopfgrippenerkältungsbronchiensache immer so um diese Jahreszeit – war 2009 auch so. Wollen wir mal über das Thema frisch durchgeführter Kaiserschnitt und nächtlicher Hustenreiz sprechen? Nee? Ja, ich ehrlich gesagt lieber auch nicht.)
Möchte ich wirklich nicht, ich sag dazu nur: Der. Schmerz. Da ich immer noch huste und niese, ist es im Moment etwas schwierig mit Bastians Tagesschläfchen, die er ja quasi exklusiv irgendwo auf mir tätigt. Aber es ist erstaunlich, wie gut man einen Hustenreiz unterdrücken kann, wenn man weiß, wie ein unfreiwillig aufgeweckter Bub so reagiert… Es sei hier aber einfach auch mal angemerkt, dass ich dieses Jahr ohne die stetige Hilfe und Unterstützung meiner Schwiegereltern wohl kaum so relativ unbeschadet überstanden hätte. Das verdient Anerkennung, Respekt und eine ganz, ganz große Dosis Dankbarkeit!

14. Dezember um 08:06
Ich lieg im Bett, zu meinen Füßen schnarcht der Nibblerhund sehr nett, ich hab ein schlafendes Bald-Kleinkind auf dem Bauch – so geht’s doch auch!
So geht es sogar sehr gut! Na ja, bis auf den eingeschlafenen Arm, den Hustenreiz und die nicht vorhandene Fähigkeit, den iPod mit der Zunge zu bedienen…

15. Dezember um 08:46
Sohn schiebt seinen Windeleimer durch die Gegend. Bastian, morgen gibt’s nen ordentlichen Lauflernwagen, versprochen!
Hat er bekanntlich auch gekriegt, findet er super und cruist damit auch schon im Höllentempo durch die Gegend. Die Kurventechnik hat er zwar noch nicht so wirklich drauf, aber hey, unsere Wände sind größtenteils stabil. Und die paar demolierten Türen stammen noch von der vorherigen Springhart-Generation…

So, das war also Bastians erstes Jahr. Heute haben wir noch gefeiert, es gab viele tolle Geschenke und nette Gesellschaft, danke dafür. Auf ein Neues! Und die Schmusibusischmalzworte erspar ich mir und allen anderen – die kriegt Bastian von mir offline zu hören. Immer.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.