Jahresplanungen Teil 1

So. Neues Jahr, neues Glück, Vorsätze, dings blah. Kennt man ja: Ob man will oder nicht, irgendwie fühlt sich die veränderte Zahl doch wie eine Möglichkeit zu neuen Anfängen an, also könnte man vielleicht … auch wenn’s total uncool ist und so … Also: Vorsätze.

Ihr kennt alle das Konzept von „101 Dinge in 1001 Tagen“ oder wie auch immer diese Zielsetzung heißt, richtig? Die Idee an sich ist super, nur funktioniere ich mehr so nach dem Citius, Altius, Fortius-Prinzip. Will sagen: 1001 Tage? Ha! Brauchmanet. Machma in 365. Ach nee, 366. Das ergibt dann 0,28 Dinge pro Tag, knapp zwei Dinge pro Woche, knapp 8,5 Dinge pro Monat.

Aber weil mir mittlerweile auch klar ist, dass ich mich mit dem gerade genannten „Immer noch ein bisschen mehr und noch eine Dreingabe und guckt mal wie toll!“-Konzept gerne schon in der ersten Kurve gnadenlos überfordere, setze ich lieber auf Kleinigkeiten. D.h. das Fallschirmspringen muss ebenso warten wie das Fremdsprachelernen oder Schuhe selber bauen (tolles Buch übrigens, führt mich sehr in Versuchung!).

Wobei, apropos Fallschirmspringen: Die Sache mit dem Skispringen am Seil, verdammt, die reizt mich. Die reizt mich sehr.

Dennoch. Kleinigkeiten. Eher eine To Do- als eine Life List. Zeug, das sich eh angesammelt hat oder das ich schon lange mal machen wollte. Durchführbares. And it goes a little like this, nach Monaten aufgeteilt, damit ich nicht schon am Ende dieses Blogeintrags den Überblick verloren habe:

Januar

1. Meine Firefox-Lesezeichen sortieren. Was denn? Kleinigkeiten!
2. Schal und Mütze für den Sohn häkeln bzw. stricken. Hab ich mit angefangen, sollte sich auch relativ schnell beenden lassen, sofern mich der Hund abends vorm TV handarbeiten lässt.
3. Mein Arbeitszimmer aufräumen, Mist aussortieren, gegebenenfalls umräumen bzw. umbauen. Mir fiel nämlich neulich auf, dass ich mich arbeitstechnisch wohler fühle, wenn weniger Chichi hier rumsteht. Die Frage wird also lauten: Wovon kann ich mich trennen, wovon nicht, und wohin dann damit? Grundsatzstrategie wird das William Morris-System von Pancakes & French Fries sein. Das gilt auch für alle anderen Umbau- und Aufräumvorhaben 2012. Denn ich habe viiiiele.
4. Alte Kleider fertig aussortieren, Aussortiertes in den Altkleidercontainer oder den Müll werfen (oder zu Putzlappen umfunktionieren! Oder in Streifen zerfetzen und einen Teppich daraus weben … äh ja, Letzteres vielleicht nicht). Liste machen, welche Kleidung ersetzt werden muss. Gekauft werden darf nur Fair Trade-Ware oder Second Hand. Bei meiner Kleidergröße durchaus eine Herausforderung.
5. Kamera besser kennen lernen. Mithilfe von Gebrauchsanweisung, Handbuch und weihnachtsgeschenktem Buch zum Thema kreatives Fotografieren. An der täglichen Foto-Challenge von Fat Mum Slim teilnehmen. Zu sehen im Twitterfeed und bei Webstagram.
6. Endgültige Entscheidung treffen, ob und wie und vor allem wann ich den 40. Geburtstag feiere. Ich hätte gerne was Großes, dafür bietet sich der Sommer aber eher an als der Februar. Kennt irgendwer einen guten Vermieter für Hüpfburgen für Erwachsene?
7. Des Sohnes Spielsachen und Kleider sortieren. Wegräumen, was weg kann. Voraussichtlich neue Spielzeugtruhe anschaffen. Weil wahrscheinlich nichts weg kann. (Ambitionierte Variante: Truhe selber bauen bzw. zumindest selber bemalen.)
8. Wieder mal eine Runde Werbeflyer fürs Buch verschicken. Und eine Runde Gratisexemplare an geschätzte BloggerInnen bzw. Rezensionsexemplare an desinteressierte Medien. Har har.
9. (Diesen Monat werden es neun Dinge, da 31 Tage und Februar kurz und überhaupt) Zehn Rezepte aus den angesammelten Kochbüchern nachkochen. Darüber bloggen. Mit Fotos. Und dann beschließen, im Februar die Küche als nächstes Zimmer in Angriff zu nehmen.

Februar

10. Aufzuräumendes Zimmer: Die Küche. (See what I did there?) Unbenutzte Haushaltgeräte, unbrauchbare Vorräte und ungeliebte Kochbücher aussortieren. Die Spätzlepresse bleibt!
11. Alle rumfliegenden Rezepte in mein Rezeptebuch abschreiben. (Zum Glück hab ich mir für den Februar nur acht Sachen vorgenommen …)
12. PC-Festplatte aufräumen. Uääääärks!
13. Blog neu designen. Lassen. Hallo Ehemann!
14. Mich zum Thema Gärtnern schlau machen (siehe März), d.h. konkret planen, was wann wie wo gepflanzt werden kann.
15. Meine Twitterseite umgestalten. Die sieht ja aus, Leute, die sieht ja aus!!!
16. „Sherlock“ gucken. Also, die britische Serie. Sonst kriegt meine Schwester die DVD ja nie wieder …
17. Auch wieder zehn Rezepte aus den Kochbüchern nachkochen. Darüber bloggen. Mit Fotos. Den dringenden Wunsch empfinden, sich „Plate to Pixel“ zu bestellen.

März

18. Aufzuräumendes Zimmer: Garten. Also, die Wildnis da unten vorm Haus. Dieses Jahr ist nämlich Gemüse geplant. Kann möglicherweise je nach Wetterlage mit dem Zimmer für April getauscht werden.
19. Mit dem Sohn Osterdeko und andere Frühlingssachen basteln.
20. Urlaubszeit und -ziel festlegen. Last Minute und Kleinkind ist eher schwierig. 2012 bitte kein zu kleines, hässliches Hotelzimmer unterm Dach im eher unbefriedigenden Familienferienhof. Gut, für die über 30 Grad konnten die Inhaber nichts, aber trotzdem: Unterm Dach. Alle in einem Zimmer. Mit Kleinkind zu dritt im Bett. Über 30 Grad. Ächz.
21. Fotos auf der externen Festplatte aufräumen. Uääääärks!!!
22. Die Nähmaschine auf Vordermann bringen oder dann halt ersetzen. Etwas nähen, und wenn’s nur ein Einkaufsbeutel ist.
23. Das Grab meiner Mutter besuchen.
24. Rote Bete probieren.
25. Die erste Staffel „Mad Men“ fertiggucken. Auch wenn’s fürchterlich deprimierend ist und keiner wirklich sympathisch. Immerhin: Don Draper. Wobei hier erstaunlicherweise nicht die Maxime gilt, dass ich die Figur besser finde als den Schauspieler. Ich finde Jon Hamm viel viel viel viiiiiiel grandioser als Don Draper. So.
26. Das mit den zehn Rezepten aus den Kochbüchern sollte ich vermutlich als einen einzelnen Unterpunkt nehmen, statt es jeden Monat wieder neu aufzuführen, was? Mach ich aber nicht. Ätsch. Mein Blog, mein Möbelhaus, meine Kamera.

Teil 2 folgt, äh, morgen? Ende März? Überhaupt nicht? Man darf gespannt sein.

Ich bin’s.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.