Montagmorgenlinks

Seit ich angefangen habe, meine Firefox-Lesezeichen aufzuräumen, finde ich nichts mehr. Nein, ich will nicht darüber reden.

Auch nicht reden will ich darüber, dass in meinem Hinterkopf zig halbfertige Blogeinträge zu so spannenden Themen wie „Was mit Wulff“, „Warum ich mich immer noch nicht für einen Bundesligaverein entschieden habe, so fan-technisch“ oder auch „Therapy has made me smug“ gespeichert sind, die ich aber irgendwie nicht zu Bildschirm bringe. Wollt ihr alle dringend lesen, ich weiß, ich weiß (hüstel). Gibt aber trotzdem nur Internet-Sammelsurium heute.

Pinterest. Ich bin jetzt auch dort. Bisher hat die Seite es noch nicht geschafft, meine Krea- und Produktivität in das endlose schwarze Loch der Prokrastination hinabzuzerren, aber dafür hab ich ja schon Facebook, Twitter, G+, diverse Foren und natürlich Suchmaschinen. Hab ich euch eigentlich jemals erzählt, dass man zu meiner Zeit noch mit Altavista, Ask Jeeves und infoseek gegoogelt hat? Und dass sich das einfach „Suchen“ nannte?

Ja, Leute. Ich bin alt. 40 nächsten Monat, übrigens. Ist mir aber wumpe, weil ich erst im Sommer feiere (ha! Ein Punkt auf der 101-Dinge-Liste erledigt), und das mit der kindergeburtstagigsten Party, die ich hinkriege. Ob man eine Hüpfburg auf unser Grundstück kriegt? Oder ein Bällchenbad?

– Apropos „Dinge, die ich später entdecke als alle anderen“ (Pinterest. Ähem.): Sherlock. Oder, wie ich gestern Abend beim DVD-Gucken Sekunden nach Holmes‘ erstem Auftritt twitterte:

cumberbatch

Gebt mir einen vermindert sozialkompatiblen Ermittler, und ich bin bezaubert. Siehe auch meine Gil Grissom-Obsession, meine Schwäche für Brenda Leigh Johnson oder natürlich meinen derzeitigen Tony Hill-Tunnelblick. Und nein, ich will nicht wissen, was das über mich sagt. Ich bin mir nur sehr, sehr sicher, dass ich mit dieser Faszination nicht alleine bin. Für die ein, zwei Leute, die mit obigem Tweet nichts anfangen können: Benedict Cumberbatch ist in diesem Video der, der ein bisschen aussieht wie Jared Padalecki, wenn er von Alberto Giacometti modelliert worden wäre. Und wer mit Jared Padalecki nichts anfangen kann … Leute. Wenn ich jetzt auch noch mit „Supernatural“ anfange, sitzen wir morgen noch hier. Also.

Sherlock.

(Und: Rupert Graves!)

– And now for something completely different (okay, die Überleitung ist per se jetzt nicht completely different, weil ja auch wieder britisch und definitiv zum Teil vermindert sozialkompatible Charaktere – Albatross! – , aber es ist und bleibt eine meiner Lieblingsüberleitungen, und … überhaupt!): Die Kunst von Brittney Lee. Aaaaah!!! Ich brauche mehr Wände! Die hawaiianischen Götter! Das lesende Katzenkraulemädchen! Die Dinosaurier-Party! Ich wiederhole: DIE DINOSAURIER-PARTY!!!

Tief durchatmen. Die Dinosaurier-Party. Hingerissener Seufzer.

– Und in Sachen hingerissene Seufzer sei hier das Technikmuseum in Speyer erwähnt, das wir letztes Wochenende besucht haben – die Fotos davon bin ich der Welt immer noch schuldig, ich kann’s aber gerne zusammenfassen: Feuerwehrauto, Feuerwehrauto, Feuerwehrauto, Feuerwehrauto, Bus der Kelly Family, Feuerwehrauto, Flugzeug, Flugzeug, Flugzeug, Space Shuttle, Motorrad …

SPACE SHUTTLE!!! Okay, „nur“ der Prototyp des russischen Knock-Offs, aber trotzdem. Ich weiß nicht, ob es irgendjemandem klar ist, aber die Springhartsche war, als sie noch die kleine Beyelersche war, ein ziemlicher Geek. (Siehe auch: „DINOSAURIER-PARTY!!!“ Ich hatte eine ziemlich gute Imitation des Angriffs eines Deinonychus drauf. Mit ungefähr acht bis zehn Jahren. Jawoll! Oh, Wikipedia sagt, der Deinonychus sei gefiedert gewesen. Moment, ich muss mal eben meine Weltordnung justieren. Federn. Der Deinonychus. Och Mönsch.)
Und meine Faszination mit der Raumfahrt mag unter anderem mit meiner fast ersten (Winnetou!) großen Liebe Captain Future zu tun gehabt haben – cherchez l’homme, toujours – , aber ich war auf jeden Fall sehr viel aufgeregter als der Sohnemann, als wir da oben im Space Shuttle Buran standen. „Space Shuttle, Bastian! Hui!!!“ Von der Sojus-Raumkapsel, die tatsächlich im All war, und meinem beglückten Grinsen, als ich sie betrachtete, wollen wir nicht weiter sprechen. Und auch nicht davon, dass ich dem Opa, der mit seiner kleinen Enkelin im Museum war, beinahe mit einem feministisch-stolzen „Bravo! Danke!!!“ die Hand geschüttelt hätte.

Das Technikmuseum hat aber natürlich eigentlich nichts mit Internet-Fundsachen zu tun, aber man kann ja auch mal auf Offline-Interessantes hinweisen. Oder vielleicht sollte ich einfach diese Blogeinträge umbenennen, denn Sherlock Holmes ist ja per se auch kein Online-Ereignis …

Andererseits.
If it exists, there is a Fuck Yeah Tumblr page for it.

Fotoshop by Adobé haben ja sicher auch schon wieder alle gesehen, aber je nun. Großartigkeit muss verewigt werden.

– Und ein „alle gesehen“ hab ich noch zu diesem Quasi-Konzepteintrag „Die Springhartsche sammelt Dinge, die „AAAALT!!!1“ sind: The Joy Of Books.

Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich!

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