Mahlzeit!

Gestern war hier Sommerfest. Ich hab mal wieder zu viel gekocht – allerdings kamen auch nicht alle Gäste, um genau zu sein, erschienen aus unterschiedlichen Gründen ungefähr zehn Leute nicht. Macht nüscht, bleibt mehr für uns übrig. Hardiharhar.

(Und ja, irgendwann befass ich mich dann auch mit dem Thema Food-Fotografie. Ich find aber: Hauptsache Food. Omnomnom.)

Das Buffet in seiner Gänze:

1

Partybrötchen nach Rezept von Muddi kocht. Ich hab einen Teil davon nur mit Käse, einen Teil zusätzlich mit Zwiebeln und einen Teil wie im Originalrezept vorgesehen mit Speck und Zwiebeln zubereitet (ich ess ja kein Fleisch, und es gibt sicher auch Leute, die keine Zwiebeln mögen). Lecker, aber mir persönlich zu wenig aromatisch, zumindest in der puren Variante – liegt aber sicher daran, dass ich zu wenig Käse mit verarbeitet habe. Es war aber auch schon spät! Hüstel. Anders gesagt: Don’t blame the recipe, blame me.

2

Mini-Quiche, mit (jaja, Schande!) gekauftem Mürbteig und einer Eiermilch-Käse-Texmexmix-Füllung. Ich könnt mich ja in Quiche grundsätzlich reinlegen. Und mich wieder rausfressen.

3

Pflücksalat mit irgendwas Vinaigrettigem, Petersilie, Frühlingszwiebeln, roten Zwiebeln, Gurke, Mozzarella und Nektarine. War der lecker? Kam irgendwie nicht zum Probieren. Sah aber hübsch aus, fand ich.

4

Und hier überleg ich seit Tagen, wie die korrekte italienische Bezeichnung lautet. Totales Blackout. Grübel, grübel. HÜLFE! (Übrigens ist dieses Tomatemozzarellabasilikumbalsamicodings garantiert mit als Erstes weg. Hab ich jetzt schon zweimal erlebt. Praktisch, denn: Macht kaum Arbeit und sieht nach was aus. Ha.)

5

Zu den in Verzweiflung so betitelten Nusstalern eine Vorgeschichte: Mir ging am Freitag bei den Partyvorbereitungen so ziemlich alles schief. Zuerst gab mein geliebter Stabmixer nach dem Zubereiten des Pestos den Geist auf (so vermute ich zumindest – lief total heiß, und dann geriet mir beim Abspülen Wasser in den Motor: Zisch! Dampf! Werde ein kleines Elektroschrottgrab bauen), dann gab’s meine ebenfalls geliebte Fertigmischung für süßen Hefeteig in keinem Laden mehr.

Kurzer Einschub: Ja, ich verwende gerne mal fertigen Kuchen-, Hefe- oder Blätterteig. Gerade wenn ich eine größere To Do-Liste habe. Ich seh darin nichts Verwerfliches, ich bin ja kein semiprofessioneller Foodblogger oder so, ich will einfach nur leckere Sachen machen und dass die Leute satt und glücklich sind. So there.

Zurück zu den Misfortünen des Freitags: Röstzwiebeln für die Partybrötchen gab’s natürlich auch nirgends. Also auch noch selber Zwiebeln rösten. Grrr. Nun gut, zurück zum Hefeteig. Diesen benötigte ich, um meine vielgerühmten Hefeschnecken zu produzieren. Tja, also selber Hefeteig angesetzt, ist ja jetzt auch nicht das Komplizierteste der Welt, raus damit zum Gehen, wieder rein damit, Teigschüssel geöffnet und …

Püüüäääääh. Meine sehr geschätzte Leserschaft, anscheinend kann Hefeteig auch übergären. Das Zeug roch nach Alkohol, man hätte davon blind werden können. Nun ließe sich der Teig vielleicht so noch weiterverwenden (behauptete Dr. Google zumindest), aber: Näh. War mir dann doch zu riskant. Also schweren Herzens Taste The Waste. Ich hasse es, Essen zu verschwenden. Aber ich will ja nun auch nicht, dass meine Gäste erblinden. Anyway: Mürbteig aus dem Kühlschrank, Nussfüllung da reingepackt, ab in den Ofen. Und natürlich prompt unten zu dunkel geworden. ARGH. Trotzdem angeboten, Leute vorgewarnt. Wurden dann doch auch gegessen. Also, die Nusstaler. Nicht die Leute. (Soylent Green’r’not us!)

6

Limo mit Stevia stand getränketechnisch auf dem Menü. Ich bin eine große Stevia-Verfechterin, aber mit meinem neugekauften Fläschchen hab ich’s noch nicht so mit der Dosierung, das Zeug war ziemlich sauer. Hat der Ehemann dann gleich für sich annektiert, der mag sowas.

7

Bärner Ankezüpfe. Weil’s im Brotbereich kaum was Besseres gibt. Weil’s ruckzuck gemacht ist. Weil’s lecker aussieht. Weil’s lecker schmeckt. Weil Exil-Schweizerin. (Wichtig: Das ist kein deutscher Butterzopf. Die Ankezüpfe ist währschafter. Die mag z.B. extrem gerne ein ordentliches Stück Hamme obendrauf. Und ihr mögt vermutlich jetzt eine Runde nach Schweizer Sprachbegriffen googeln. Sagt nur nicht, dass ich nichts für die Völkerverwirrung tue!)

8

Dieselben Mini-Quiches in anderen Förmchen. Ich mag Quiche, hatte ich das schon erwähnt? Die Förmchen gab’s irgendwann mal bei Aldi, sonstiges Dekozeug (Tischdecke, Tischsets, Servietten, Minitafelschildchen) hab ich beim letzten Einkauf im französischen Supermarkt erstanden.

9

Himbeer-Friands. Das Rezept gibt’s bei Zucker, Zimt und Liebe. Und ihr geht jetzt sofort da hin und macht diese Friands. Ehrlich. Und wenn ihr nur eins aus diesem Blogeintrag mitnimmt, dann lasst es die allerdringlichste Empfehlung sein, diese Friands zu machen.

MACHT. DIESE. FRIANDS. To die for.

10

Die gezuckerte Limo war mal wieder ein Pi-mal-Daumen (Schweizer: Pi-mal-Handgelenk)-Schnellschuss, nen Schwupp Zitronensaft, zwei Esslöffel Zucker, ca. ein Liter Wasser, eine Zitrone in Scheiben, ne Runde ziehen lassen, ab in die Ikea-Flasche, lecker. Den Erdbeersirup hab ich nach Dr. Oetker zubereitet, auch lecker. Ist noch ganz viel da. Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Die Etiketten hab ich übrigens von der Baumhausfee, deren Sachen ich auch allen dringend ans Herz legen möchte. Gerade ist zwar wegen Urlaubs geschlossen, aber dafür gibt’s immer wieder hübsche Urlaubsfotos aus Skandinavien. Neid!

11

Und das war’s dann – nicht im Bild das Grillzeug und die Grillsaucen (gefüllte Riesenchampignons, Gemüsespieße mit und ohne Tofu, Guacamole, Tsatsiki, Salsa, grünes und rotes Pesto), hat aber auch geschmeckt.

Es sind noch Reste da. Public Viewing heute Abend, anyone?

(Und ich will mehr und öfter Gäste haben! Dann putz ich wenigstens die Hütte, höhöhö. Ernsthaft: Essen machen tut meiner Psyche gut. Und ihr wollt doch, dass es meiner Psyche gut geht, gell? Dann kommt vorbei. Oder kauft mir Marian Keyes‘ Backbuch.)

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Ein Gedanke zu “Mahlzeit!

  1. Hihihihihihi! Ei ei ei ei ei! Das sieht ja wirklich leckerigst aus. Und die Limo war sicherlich heldenhaft. Jedenfalls krieg ich jetzt kurz vor Mitternacht natürlich (wie aus dem nichts?) HUNGER!

    Herzlichst
    die Baumhausfee

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