Tortillasagne nach Pi mal Daumen/Handgelenk

Information für Deutschlands Bürger: In der Schweiz rechnet man Handgelenk mal Pi, nicht Pi mal Daumen. Da ich hier eine internationale Klientel bediene, muss ich sowas berücksichtigen. Und jetzt: Comfort-Food-Flausch für Tage mit Auflaufwetter!

Ihr braucht für die Tortillasagne, die eigentlich wohl Tortilla-Lasagne heißt, (aber ich find’s viel hübscher so! Manic Pixie Dream Girl Whimsy FTW!), folgende Zutaten:

  • 1 Dose Refried Beans
  • 2 Tomaten
  • 1 Zucchini
  • 4-5 Champignons (oder einen Riesenchampignon, was bei mir der Fall war)
  • Eine Paprika
  • Eine Zwiebel
  • Ein paar Knoblauchzehen, wie viele, ist gänzlich euch überlassen. Ich so: VIEL Knoblauch. Immer.
  • Etwas Olivenöl zum Braten
  • 2-3 EL Tomatenmark
  • 1 El roter Pesto, falls ihr grad welchen habt
  • 2 dl Wasser
  • 1 Packung Weizentortillas – ich hab letztendlich drei oder vier gebraucht, genau weiß ich’s nicht mehr, war gestern, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das Beste. Zumindest nicht in diesem Fall. Aber beleidigt mich ein einziges Mal, und der Elefant im Kopf tritt in Aktion …
  • Reibkäse – ich hab Emmentaler und einen Rest Parmesan benutzt. Ungefähr 100-150 Gramm? Halt so viel, wie man zum ordentlichen Zukleistern braucht.
  • An Gewürz braucht man Koriander, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Chiliflocken. Ich hab noch nen Schuss Limettensaft verwendet, ist aber völlig optional.
  • Saure Sahne – muss aber nicht sein

Ihr habt Glück, dass ich das deutsche Rezept nach dem englischen verfasse, denn hier kann ich gleich darauf hinweisen, dass wir den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Seht ihr, Warten hat auch seine Vorteile, die Englischsprachigen hatten die gesamte Füllung schon fertig, als mir das mit dem Vorheizen einfiel! So ein Ärger aber auch.

Öl in einer Bratpfanne erhitzen, Zwiebeln fein hacken, leicht anbraten (nicht anbrennen lassen, das sollte meine Spezialität bleiben!). Gemüse und Pilze in kleine Würfel schneiden, dazugeben, ebenfalls etwas anbraten, dann Knoblauch, Gewürze, Tomatenmark und Pesto dazu. Wie geschrieben, der Pesto ist optional, ich hab hier halt noch ein Glas von dem selbst gemachten Zeug, das langsam weg muss. Also macht euch da bloß keine Umstände! Das Gematsche ordentlich untermischen, Wasser dazuschütten und ein paar Minuten blubbern lassen. Dann die Refried Beans drunterziehen. Und somit wäre unser Füllungsmatsch bereits fertig. Tadaa!

(Hinweis am Rande: Kann Blähungen verursachen. Fürze passieren. Seid nicht wie Carrie in Sex and the City und kriegt Panik, wenn ihr im Bett eures Angebeteten furzt. Davon geht die Welt nicht unter. Solltet ihr in einer solchen Situation pupsen und die Welt geht daraufhin tatsächlich unter: Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für die Annahme, dass das nie passieren könnte, und ich applaudiere euren ungeahnten Fähigkeiten.)

Falls ihr euren Käse lieber selber reiben wollt, als wie ich schändlicherweise auch ab und zu mal auf Tütenzeug auszuweichen: Das hättet ihr übrigens jetzt tun sollen. Ist aber kein Ding, geht ja recht schnell, guckt einfach, dass euch die Füllpampe nicht anbrennt derweil.

Nun haben wir also unsere Bestandteile beisammen und basteln uns eine Lasagne. Das geht – völlig überraschenderweise – so: Tortilla in die Auflaufform. Meinereiner hat praktischerweise eine Form, die rund ist und genau Tortilladurchmesser hat. Wer mehr so was Rechteckiges zuhause hat, der legt halt zwei Tortillas leicht überlappend rein … denk ich. Dann kommt ein ordentlicher Schwapp Füllung drauf, und wer mag, streut noch ein bisschen was kleingeschnibbelte Lauchzwiebeln auf jede Runde Füllung. Ich hatte noch die gloriose Idee, jeweils etwas saure Sahne beizugeben – fand ich dann aber beim Essen nicht so lecker, weil die sich nicht wirklich mit der Füllung vermischt hat (okay: weil ich sie nicht richtig mit der Füllung vermischt habe). Eine Variante wäre da sicher, die saure Sahne einfach beim Essen als Zusatzsauce zu reichen – ginge sicher auch mit Guacamole, stelle ich mir auch lecker vor. Auf jeden Fall packen wir jetzt fröhlich abwechselnd Füllung und Tortillas in unsere Form, bis die Füllung oder die Tortillas alle sind oder die Form voll ist – bei mir war es eine Kombination aus a) und c). Ich hab vier Tortillas gebraucht, aber siehe oben: Vielleicht waren es auch nur drei. Nee, vier. Was weiß ich. Wir beenden das Ganze mit einem Schwapp Füllung, und hier darf dann auch gerne noch etwas saure Sahne obendrauf, dann ordentlich mit Käse bestreuen (auch hier: nach Gusto! Ich mag gerne sehr viel Käse auf meinen Aufläufen), und ab damit in den Ofen für so 20-25 Minuten, bis der Käse den gewünschten Aggregatszustand erreicht hat.

Nicht-Vegetarier braten am Anfang zusammen mit den Zwiebeln eine Runde Hackfleisch an.

Ich fand’s lecker, der Mann fand’s lecker, das Kind aß erst auch fröhlich mit und meinte dann: „Wo ist die Wurst?“ Abgrundtiefer Seufzer.

Hier noch ein schlechtes Bild, weil ich nur grad den iPod Touch sowie miserable Lichtverhältnisse zur Verfügung hatte:

Tortillasagne, nom nom nom

Mahlzeit.

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