Ich habe … nee, keine Wassermelone getragen

Ich habe eine leere Sour Cream and Onion-Erdnussdose beklebt. Ja, dieses Produkt gibt es. Nein, ich kann es nicht weiterempfehlen.

Aber ich war ja bekanntlich schon immer im Interesse anderer auf dem Gebiet der abstrusen Kulinarik unterwegs, nicht wahr? Vielleicht wäre das ja auch eine Idee für eine weitere Blogkategorie: Ihr weist mich auf seltsame Produkte im Supermarkt hin, und ich teste sie dann, damit ihr das nicht tun müsst. Public Service’r’us. (Den ‚r’us-Witz immer gut finden’r’ebenfalls us, jaja …)

Aber die Dose, die erschien mir durchaus behaltenswert. Also nichts wie zum Washitape-Kistchen gegriffen – Washitape gibt’s übrigens bei der allerliebsten Baumhausfee, bitte den Kühlschrank bewundern gehen, den sie diese Woche gekriegt hat, ich bin sehrsehrsehr neidisch, weil: SMEG! Ich hätte aber lieber einen in einer kühlen Farbe, weil: Kühlschrank. My mind, it works in mysterious ways.

Und weil die Dose einen so schönen grünen Deckel hatte, musste es natürlich das grüne Blättertape sein. Hinweis am Rande: Nein, das mit den vielen, vielen Falten war nicht so gewollt. Deswegen heißt diese Blogkategorie ja auch „Crapfting“. Because I’m crap at crafting. Aber ich mache es gerne, also mache ich es trotzdem, so! Ich bin eh der Meinung, dass wir alle viel mehr und viel öfter Dinge tun sollten, die uns Spaß machen, obwohl wir darin extrem unbegabt sind. Und irgendwann gründe ich den Chor der schlechten Sänger. Mit Gusto! Ihr seid eingeladen, falls ihr euch qualifiziert fühlt.

Nun denn, nach diesem Disclaimer sei euch die Dose gezeigt:

Ihr dürft jetzt aus dem Staunen wieder herauskommen. Pffffrtblblbl, wie Calvin und Hobbes sagen würden. Der Hintergrund wäre hübscher, wenn Sommer wäre, aber der diesjährige Sommer fand ja bekanntlich am Mittwoch statt. Wir berichteten.

Ach ja, ich hab’s natürlich auch geschafft, die Dose fürs Foto genau so zu drehen, dass man die Stelle super sieht, wo die Tapes zusammengeklebt wurden. Aber da hat es nun mal die wenigsten Rümpfe. Ri ra ri ra ridiridiridiridiridiridi Rümpf, ri ra ri ra ridiridiridiridi Rümpfrümpfrümprümpf Rümpfrümpfrümpfrümpf … ähhhh, für die Nichtschweizer: Müsst ihr nicht verstehen. Ein Rumpf ist eine Falte, das Lied dazu singen wir dann im Chor der schlechten Sänger, okay?

Nun gut, wozu benutzen wir jetzt so eine Dose? Wirklich präsentabel ist sie ja nicht. Also kann man sie sehr gut dem Sohn schenken, muahahaha. Der hat dann auch gleich einen Verwendungszweck gefunden: Entenstapelbox.

Für die Bastiente.

Fragt bitte nicht, warum das die Bastiente ist. Das hat Bastian so entschieden. Der Herr besitzt mittlerweile grob geschätzt knapp 20 Enten, darunter ein komplettes Rockband-Trio, eine singende Bayern München-Ente und eine original Bodenseedampfschifffahrtente. Wir fördern seine Sucht nach Kräften, ja.

Mit in die Dose passt neben der Bastiente aber auch die Mamaente:

Die Mamaente ist übrigens nur knapp so groß wie die Bastiente. Pfffft. Dafür stammt sie aus dem Hotel Ador in Bern, nur falls sich jemand über den Link auf dem Bild wundert: Die Sorell Hotels kann ich alleine schon deswegen vollumfänglich empfehlen, weil man da die Quietscheende im Badezimmer behalten darf.

Ich wiederhole: In den Badezimmern gibt es eine Quietscheente. Diese Ente darf man behalten. GIEKS!!!

Außerdem: Sektfrühstück mit Lachs. Da fiel es der nichttrinkenden Vegetarierin doch sehr schwer, ihren Prinzipien treu zu bleiben …

Aber zurück zu den hier wohnhaften Enten. Die Papaente hat leider keinen Platz in der Dose, denn die ist – realistischerweise – sehr viel größer als die Mama- und die Bastiente.

Dafür unterstützt sie den falschen Fußballclub. (Wir besitzen auch noch eine FC Barcelona-Ente und einen Werder-Frosch. Das Kind soll ja Optionen im Leben haben!)

Die, ähem, wunderhübsche Unterlage auf den Bildern ist übrigens ein Geschenk aus meinen Volunteerzeiten bei der Euro 2008. Das ist ein von der UBS gesponsortes Fußballfeld in Badetuchform. Nur damit ihr Schweizer wisst, wohin euer Geld fließt.

Grün ist also die Farbe des Tages – und grün, grün, grün ist nicht mein Schatz, denn der ist kein Jägermeister (so weit kommt’s noch!), sondern grün, grün, grün ist eins der Pakete, die es derzeit bei Joanna zu gewinnen gibt. Ich bin ja sonst nicht so der Typ, der bei Blog-Giveaways mitmacht (warum eigentlich nicht? Seltsame Taktik, muss ich ändern), aber in die Sachen von Augenwiese hab ich mich doch sehr doll verguckt, denn: Vichy! Polka Dots! Haaaabeeeeen! Also: Tunlichst Werbung maaacheeeen!

Ich, Gierhals. Aber hey, ich kann Joannas Blog „Liebesbotschaft“ auch ganz ohne Giveaways vollumfänglich empfehlen, denn ihr herzlicher Stil und ihr überbordender Optimismus sind extrem sympathisch und ansteckend. Auch wenn ich mit der Botschaft „Du musst nur wollen, dann wird alles gut“ nicht immer zu 100 Prozent übereinstimme – aber das ist für jemanden wie mich nun mal schwierig, der das Wort „Depression“ nicht nur aus der grauen Theorie kennt und daher weiß, dass der Wille allein nicht jeden Weg bahnen kann, wenn die Körperchemie gerade dagegen ist. Trotzdem: Hingehen, lesen, gut finden.

Äh, wo war ich noch mal? Eigentlich ging’s ja um Basteln und schicke Sachen, nicht wahr? Basteln und schicke Sachen heitern mich total auf! Und schon schließt sich der Kreis. Und ich kann mich endlich dem anderen Thema widmen, das mich total aufheitert: Kochen. Mittagessen! Heute gibt’s … heute gibt’s … was aus dem unsichtbaren Kochbuch für Leute, die sich nicht an Rezepte halten können! Mitglieder des Chors der schlechten Sänger erhalten ein Gratisexemplar. Mahlzeit!

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