Kokossuppe à la Kopfleere

Gestern haben wir diese Suppe gegessen. Gestern. Aber denkt ihr, ich krieg das Rezept noch zusammen? Möge das Hirnzermartern beginnen …

Es fing alles damit an, dass Mann und Kind schnell etwas essen wollten. Nun ja, 25 Minuten ist jetzt nicht das schnellste Essen der Welt, aber für was Warmes inklusive Gemüseschnippeln ist die Zeit nicht schlecht. Behaupte ich. Immerhin war keine Mikrowelle im Einsatz. Also, man braucht:

Ähh … man braucht …

Ach ja.

  • Butter – wie viel, ist euch überlassen, ich mag ja immer viel Butter. Julia Child und Pioneer Woman sind Koch-Vorbilder meinerseits. Sagen wir mal, so einen Esslöffel vielleicht? Halt genug zum Anbraten.
  • Eine halbe Zwiebel
  • Eine halbe Zucchini (längs halbiert, ihr könnt natürlich ruhig auch eine ganze Zucchini nehmen, ich hab hier mit Gemüseresten vom Mittagessen gearbeitet)
  • Eine halbe Paprika (siehe oben)
  • Eine kleine Dose Erbsen
  • Zwei Karotten
  • Ein Stück Knollensellerie, meins war ungefähr so zehn Zentimeter lang und fünf Zentimeter breit und hoch, aber hey, wie ihr mögt
  • Eine mittelgroße Kartoffel
  • Ein Stück frischen Ingwer, so fünf mal fünf mal fünf Zentimeter …? Vielleicht …? Auch hier, je nach Geschmack
  • 1 Liter Gemüsebrühe (aus Pulver gewonnen – ich bin immer noch eine Schmuköchin, remember?)
  • 1 Dose Kokosmilch (400g)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Chili
  • Limettensaft – komplett optional
  • Croutons – ich hatte noch welche aus der Tüte übrig. Ihr seid natürlich schön artig, brav und fromm und stellt selber welche her

Das Hirn sagt, das mag alles gewesen sein. Ich hoffe mal, das Hirn liegt richtig. Das ist hier so ein bisschen CSI Kochstudio, wobei ich mir den Tathergang nicht anhand von Indizien, sondern aufgrund der Aussagen einer sehr, sehr unzuverlässigen Zeugin (moi) zusammenbastle …

Butter in einem Topf zerlassen, nicht braun werden lassen, Zwiebel fein würfeln und dazugeben, Kartoffel, Paprika, Sellerie, Zucchini und Ingwer waschen und putzen (Kartoffel schälen) und ebenfalls fein würfeln und beifügen – mit „fein würfeln“ meine ich ungefähr so „Größe eines kleinen Fingernagels“ … ooookay. Ist euch auch gerade allen die Lust auf Essen vergangen? Mir schon. Aber was soll ich sagen, ich sitze am Schreibtisch und tippe, ich muss mich an Größenvergleichsmöglichkeiten in meinem Blickfeld halten. Andere Variante: Die Größe eines iPod-Touch-Ausschalteknopfs. Die runde Eindellung, nicht das aufgedruckte Viereck.

Fein würfeln halt. Anschwitzen, je nach Geschmack einen Spritzer Limettensaft dazugeben, mit der Brühe ablöschen und ein paar Minuten blubbern lassen, mit Gewürzen abschmecken. Währenddessen die Karotten waschen und putzen – ich schäl sie auch, ihr haltet das, wie ihr wollt – und dann mit dem Schäler zu hauchdünnen Streifen verarbeiten. Wenn die Kartoffelstücke in der Suppe durch sind, die Erbsen dazugeben, dann noch die Kokosmilch hinzu. Gut einrühren, kurz aufblubbern lassen und die Karottenstreifen reinstreuen.

Vor dem Servieren noch die Croutons darübergeben.

Dies war ein Rezept ohne jegliche Gewähr. Ehrlich, noch weniger Gewähr als beim Zahlenlotto. So wenig Gewähr, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Gewährlosigkeit galore!

Ach ja, das obligate und diesmal noch schlechtere iPod-Foto gibt’s natürlich auch, damit ihr euch noch weniger unter der ganzen Sache vorstellen könnt:

Mein Tipp: Nehmt weniger Butter. Gibt weniger Fettaugen. Mein Hinweis an mich: Die gute Kamera vielleicht einfach im Esszimmer lagern.

Mahlzeit!

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