Sommeressen – hm, das Wort sieht irgendwie komisch aus

Kennt ihr das, wenn ihr ein Wort so lange anguckt, bis es gar keinen Sinn mehr ergibt, sondern nur noch eine seltsame Anhäufung von Buchstaben ist? Sommeressen. Sommeressen. Sommeressen. Hilfe, wie komm ich da jetzt wieder raus? Ach ja, logisch:

Kumquats. Ich liebe das Wort Kumquats. Denn das ist beim besten Willen gleich von Anfang an eine seltsame Anhäufung von Buchstaben.

Ich hab noch nie eine Kumquat probiert. Sollte ich? Was ich auf jeden Fall hätte tun sollen: Mein Hirsotto alla Bschissanese-Rezept früher aufschreiben. Ist jetzt nämlich eine Woche her, dass ich das gekocht habe, und ich kann mich echt nicht mehr daran erinnern. Dabei war das schweinemäßig lecker. Und die gebratenen Hirsottotaler aus den Resten erst! Der Sohn war begeistert, und das will etwas heißen! Na ja, okay: Es will im Zweifelsfall heißen, dass mit ordentlich Fett gearbeitet wurde. Ähem.

Aber nun gut, kein Hirsottorezept also. Stattdessen etwas Sommerliches: Irgendwie Caprese, irgendwie auch nicht. Das Grundrezept, das mich inspiriert hat, hab ich bei der Studentenküche gefunden, und den Link wiederum gab’s auf der Facebookseite von Küchenplausch, die ich grundsätzlich allen kulinarisch Interessierten ganz, ganz dicht ans Herz legen möchte.

Hier bei uns funktionierte das mit dem Salat so:

  • 250g Cherrytomaten
  • 1 Packung Mozzarelline
  • 1 kleine Dose Oliven
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 halbe Zwiebel
  • 3 Lauchzwiebeln (Caveat: Der Salat hat schon sehr gezwiebelt, wer es also dezenter mag, entscheidet sich vermutlich besser für das eine oder das andere oder nimmt weniger Lauchzwiebeln)
  • 2 Brotstangen – wem das nichts sagt: Bei Frau Liebesbotschaft gibt’s die heute auch zu bestaunen
  • 10 Blätter Basilikum
  • Balsamicoessenz
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Chiliflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Wasser

Und die Herstellung ist denkbar einfach: Aus Balsamico, Olivenöl, Zitronensaft, Wasser, Salz, Pfeffer und Chiliflocken ein Dressing nach Gusto machen. Ich finde Mengenangaben ja generell immer sehr schwierig, da ich bekanntlich nach Gefühl koche. Und die Angabe „Vom Balsamico hab ich einen großen Kringel in die Schüssel gemalt“ hilft nun mal auch niemandem. Also: Ordentlich Balsamico, etwas mehr Olivenöl, ein Spritzer Zitronensaft, dann Salz, Pfeffer und Chili rein und mit Wasser verdünnen, bis es brauchbar schmeckt. Darf ruhig ein bisschen mehr Dressing sein, das Brot kommt mit in den Salat und saugt einiges auf.

Apropos Brot: Das wird erst mal aufgebacken, wenn man so wie ich Brotstangen zum Aufbacken gekauft hat. In der Zeit die Cherrytomaten und die Mozzarelline vierteln (könnt ihr euch auch sparen, aber ich steh nun mal auf Kleingeschnibbeltes), Knoblauch fein hacken, die Zwiebel und die Lauchzwiebel in Ringe schneiden und alles zusammen mit den Oliven in die Schüssel geben. Die Basilikumblätter waschen und in Streifen schneiden, das Brot kurz abkühlen lassen und dann in Scheiben schneiden. Rein damit, umgerührt, ein paar Minuten ziehen lassen, lecker. Beim nächsten Mal werd ich die Brotscheiben aber vermutlich noch kurz in etwas Würzöl rösten, zwecks mehr Aroma.

Und hier wieder das schlechte Foto dazu – diesmal hatte ich die Kamera tatsächlich in der Küche, aber das Licht war mies.

Und ich unbegabt. Ich kann mir aber keinen Food-Fotografie-Workshop leisten, also spar ich weiter auf Plate To Pixel. Nicht, dass das etwas helfen wird, aber ihr kennt ja die Regel: Ein gekauftes Fachbuch ist schon das halbe Wissen! Das gilt auch für Fitness-DVDs. Die andere Hälfte ist natürlich Lesen bzw. Gucken und dann jeweils die praktische Anwendung, aber halten wir uns nicht mit unwichtigen Details auf!

Die hübsche Schüssel gab’s übrigens für unter zehn Euro im Schlussverkauf bei Karstadt. Har har har.

Rezept wie immer ohne Gewähr – ich widme mich jetzt mal wieder eine Runde der Besteigung des Mount Dreckwäsche. Abgrundtiefer Seufzer, und: Mahlzeit!

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