A quiche by any other tarte would be as yummy

Wann ist eine Tarte eine Tarte? Wann ist eine Quiche eine Quiche? Wann ist ein Mann? Tüdeltütütüdüdeldü? Fragen, über die ich mir garantiert nicht den Kopf zerbrechen werde, das dürfen gerne andere tun. Ich hab eh den Mund voll und kann nicht argumentieren.

Ich hatte schon bei Facebook angedroht, was es hier heute zum Mittagessen geben würde, und gesagt, getan. Also, natürlich das Originalrezept abgewandelt, weil muss bei mir ja aus Prinzip sein – kreatives Aneignen und so. Außerdem hätte ich sonst noch Zutaten einkaufen müssen, und wenn man passende Alternativen im Kühlschrank hat und dann noch der Blätterteig eh weg muss … eben.

Originalrezept: Hier. Bei uns so:

  • 4 normale Tomaten
  • Crema di Balsamico
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chiliflocken
  • 1 TL roher Rohrzucker (brauner Zucker halt, normaler Zucker tut’s sicher auch)
  • 1 Packung Blätterteig, fertig ausgerollt
  • 1 Ei
  • 1 Packung Frischkäse mit Kräutern
  • 5 Blätter Basilikum
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Gewürze nach Bedarf (braucht nicht viel)

Ja, ich bin derzeit auf einem Basilikum- und Lauchzwiebeltrip. Aaaalso: Tomaten vierteln, Kerne entfernen, mit der Schnittfläche nach unten auf Küchenpapier legen. Ofen auf 130°C vorheizen, in einer kleinen (hm, bei mir war’s ne normale runde) Auflaufform einen Spritzer Crema di Balsamico mit ca. 2 EL Olivenöl mischen – halt so, dass der Boden bedeckt ist – , Zucker und Gewürze dazu, Tomaten mit der Schnittfläche nach unten reinlegen und dann eine Stunde im Ofen lassen. In der Zeit kann man primafein wasauchimmer machen. Zum Beispiel duschen, die Küche saubermachen und danach feststellen, dass man bei den Temperaturen und bei zusätzlich heizendem Backofen eigentlich gleich noch mal duschen könnte.

Tomaten raus, Ofen hochheizen auf ca. 200°C – ihr könnt gerne auch 160°C nehmen wie im Originalrezept, aber ich hatte es eilig. In einer Schüssel das Ei mit dem Frischkäse mischen, Basilikum, Lauchzwiebeln und Knoblauch kleinschnibbeln und in die Schüssel geben, wer mag, kann noch etwas nachwürzen, ich fand’s würzig genug mit einer minimen Salz- und Pfefferzugabe.

Blätterteig ausrollen, in eine Quicheform (oder was auch immer ihr Passendes zuhause habt) legen, mit einer Gabel mehrfach einstechen, Füllung rein, Tomaten drauf und etwas reindrücken (Blubbert! Toll!), rein in den Ofen, bis das Ding gar ist. Bei mir dauerte es eine gute halbe Stunde.

Dann die Schwiegereltern spontan zum Essen einladen, weil eine ganze Quiche für Mutter und Kleinkind doch zu viel ist. Feststellen, dass das mäkelige Kleinkind in Anwesenheit der Großeltern zwei Stücke Quiche vertilgt. Das auf den Vorführeffekt schieben. Und dabei doch auch ein bisschen denken, dass die Quiche einfach verdammt lecker war und es vielleicht auch daran gelegen haben könnte.

 

Und irgendwann haben wir dann vielleicht auch wieder eine Tischdecke, auf der nicht eine billige Lightning McQueen-Imitation mit dem Nummernschild „MAC OSX“ abgebildet ist. Irgendwann.

Heute war noch nicht irgendwann.

Mahlzeit!

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4 Gedanken zu “A quiche by any other tarte would be as yummy

  1. Die Frage nach Tarte/Quiche stelle ich mir auch immer und habe noch keine Antwort gefunden. Allerdings mag ich Tarte lieber mit Mürbeteig und freestyle auch sehr gerne. Deine Variante gefällt mir gut und geht mit TK-Blätterteig natürlich NOCH schneller.

    • Ja, ich nehm für Quiches/Tartes/Chüeche/Wäie (muss die Schweizerin in mir ja auch mal rauslassen *g*) auch eher Mürbeteig – aber da war halt gerade der Blätterteig im Kühlschrank. 😉

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