Reinlegepasta

Wir sind ja große Nudelliebhaber. Pastapastapasta. Kann man nie genug essen. Selbst der Sohn ist jetzt auf den Geschmack gekommen – auch wenn er seine Nudeln gerne entweder von Hand oder gleich ohne Hände isst. Kind und Umgebung sehen danach entsprechend aus, aber je nun.

Hier heute: Mein Lieblingspastarezept. Nicht falsch verstehen, ich liebe sie alle, ob Pesto, mit Gemüse, nur mit Tomatensauce oder ganz comfort food-mäßig mit ordentlich Butter, Aromat und Paniermehl (ihr dürft euch mit Grauen abwenden, aber OMNOMNOM! Hey, Schweizer Wurzeln und so …).

Aber das hier. Ich. Könnt. Mich. Reinlegen. Das hat für mich dermaßen Suchtpotenzial, da hab ich sogar „vergessen“, dem Sohn gut zuzureden, dass er doch bitte noch ein paar Nudeln mehr essen soll. Und „versehentlich“ blieb auch nicht mehr genug für den Mann übrig, damit er morgen was zum Mittagessen mitnehmen kann. Keine Sorge, unten steht ein Topf Ratatouille bereit, davon darf er gerne so viel abhaben, wie er möchte.

Aber nicht von diesen Nudeln. ALLES MEINS!! NUDELHULK!!!

Okay. Tief durchatmen. Ihr braucht – Mengenangaben mal wieder über den Daumen gepeilt, den armen Daumen, den ich mir heute zusammen mit dem Zeigefinger an einem zu heißen Topfdeckel verbrannt hab, aber nicht beim Nudelkochen, das würden mir MEINE NUDELN doch nie antun! – folgende Zutaten:

  • Champignons, bei mir waren es ca. 15 kleine Pilze
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Zwiebel, gerne auch weniger
  • Butter oder Olivenöl, mindestens 2 EL
  • 1 Chilischote (ich hab heute mit Chili-Gewürzöl und Chiliflocken gearbeitet, lässt sich besser dosieren und das Kind isst ja mit. Wenn ich es lasse. Grehehehe.)
  • Zitronen- oder Limettensaft
  • 1/2 Bund Petersilie, darf ruhig auch ein ganzer sein
  • Spaghetti
  • Salz
  • Pfeffer
  • Diesmal zusätzlich mit dabei für den Farbtupfer und weil der Sohn süchtig danach ist: Cherrytomaten, ca. 8 Stück

Nudelwasser aufsetzen, Champignons putzen und klein schneiden – normalerweise würde ich sie in Scheiben schneiden, aber wie gesagt, der Sohn wollte ja auch was abhaben, der Gierhals. Zwiebel hacken, Knoblauch hacken, Chilischote hacken. Fett in der Bratpfanne erhitzen, wenn die Nudeln im Topf sind (die „Sauce“ braucht vielleicht so zehn Minuten, das als Anhaltspunkt), Kleingeschnibbeltes in die Bratpfanne geben, Tomaten vierteln, auch dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, ein paar Spritzer Zitronensaft dazu. Petersilie kleinhacken, Nudelwasser abgießen, Nudeln in die Bratpfanne geben, Petersilie druntermischen, kurz ziehen lassen, fertig.

Ich hab nie behauptet, dass die Sache irgendwie aufwendig ist. Sie ist nur einfach wahnsinnig lecker. Find ich. Über das Rezept bin ich irgendwann Mitte bis Ende 90er in Australien in einer Zeitschrift gestolpert, und es hat mich durch die Studentenzeit hindurch bis jetzt begleitet. Ich darf’s nur nicht kochen, wenn Besuch da ist, denn die wollen ja vermutlich auch was abhaben, und dabei ist doch ALLES MEINS!!!

Da. Der Sohn hat was gekriegt. Die Muttergefühle sind schuld.

Aber sonst: FINGER WEG!!!

Ihr kriegt zur Entschädigung dafür ein Bild vom Rock’n’Roll-Kleinkind. Ist doch auch was.

Mahlzeit!

Flattr this!

2 Gedanken zu “Reinlegepasta

  1. Pingback: Nudeln! Nudeln! Nudeln! … schmeckt nicht. | Natalies Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.