Menschen, Muffins, Menstruationen

Nein, keine Sorge, es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen den drei Wörtern im Titel. Na ja, ein bisschen vielleicht, aber seid gewiss: In den Muffins stecken weder Menschen noch Menstruationen. Die sind purer Fett-Fluff-Flausch.

Ich bin eigentlich eine absolute Gegnerin des Arguments „Ach, ich bin halt gerade prämenstruell“, denn oftmals lässt sich das mit „Ich bin halt gerade ein Arschloch mit einer Ausrede“ übersetzen. Nun, ich stehe zu meiner Arschlochigkeit abseits jeder Zyklen. Ich finde auch, dass ich absolut das Recht zur Arschlochigkeit habe, genau wie alle anderen. Nicht immer, klar. Aber ehrlich: Die Rolle des armen Opfers macht nur kurzfristig und geringfügig glücklich, und via Melodrama eingefordertes Mitleid schmeckt nun wirklich ganz, ganz übel.

Deswegen: Ich möchte PMS nicht als Ausrede benutzen. Ich merk aber gerade, dass meine Körperchemie dieser Tage nicht ganz in Ordnung ist und hoffe darauf, dass dies ein zyklisches Zeichen ist und nicht … ihr wisst schon. Ihr wisst nicht? Nun gut: Eine sich ankündigende depressiven Verstimmung. Ich würd’s erläutern, aber wer’s nicht am eigenen Leib kennt, der kann das nur ganz schlecht (Übersetzung: unmöglich) verstehen. Also drück ich mir die Daumen, dass ich aus dieser Phase so schnell wie möglich raus bin, und in der Zwischenzeit … back ich. Muffins.

Ja, ihr könnt mich gerne Izzie Stevens nennen. Wenn ihr eure Weichteile hübsch neu arrangiert haben möchtet.

Backen ist Kreativität, Muffinsbacken sowieso, es ist Erschaffen, es ist wilde Spontanität und künstlerische Freiheit, es ist quasi sofortige Befriedigung (na ja, 20 Minuten Warten …) und man kann es essen. EAT ALL THE FEELINGS!

Ähem. Ich versuche mal, das Rezept zusammenzustiefeln, denn ich hab mich an gar keine Anleitung gehalten, ich hab von vorne bis hinten improvisiert.

Aber ich hab verdammt gut improvisiert. Und so ungefähr ging’s:

  • 2 Eier
  • 180g weiche Butter
  • 20g Zigerbutter (da geht sicher auch Kräuterbutter, bzw. ihr könnt auch einfach nur Kräuterbutter statt der „normalen“ Butter nehmen)
  • ca. 75g Kräuterfrischkäse (bei mir war’s ungefähr ne halbe Packung, und in der ganzen waren 150g, daher die Menge …)
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz Pfeffer
  • 200g Mehl (ich hab Typ 550 verwendet)
  • 2 gehäufte TL Backpulver
  • ca. 40g Grana Padano (der Rest Käse aus dem Kühlschrank – Improvisation, ich sag’s doch!)
  • 1dl Milch

Backofen auf 200°C vorheizen. Muffinförmchen (die Menge ergab 13 Muffins, wie unpraktisch) vorbereiten, Eier, Butter und Zigerbutter gut verrühren. Bei mir war’s so, dass sich Butter und Eier irgendwie gar nicht zu einer homogenen Masse verbinden wollten, also hab ich die Küchenmaschine eine ganze Weile auf Hochtouren laufen lassen. Vielleicht wurden die Dinger deshalb so fluffig? Auf jeden Fall: Irgendwann kommt dann der Frischkäse dazu, Zwiebel, Lauchzwiebel und Knoblauch (alles fein gehackt, ach nee, doch nicht, die Lauchzwiebeln hab ich in dünne Ringe geschnitten), Salz und Pfeffer nach Geschmack. Mehl und Backpulver mischen, Käse reiben und dazugeben, alles nach und nach in die Teigschüssel während die Küchenmaschine immer noch fröhlich schuftet. Ich fand die Sache etwas zu pappig und gab noch etwas Milch dazu. Dann ab mit dem Zeug in die Muffinförmchen und in den Ofen, so 15-20 Minuten vielleicht? Bis die Dinger goldbraun sind und beim Zahnstochertest kein Teig mehr kleben bleibt. Das Übliche halt.

Eignen sich auch gut zum Eindippen ins selbst gemachte Ratatouille:

Sohn und Mann waren begeistert von den Muffins. Sohn hat zwei gegessen, der Mann … mehrere. Wir erinnern uns an die Zwiebelmengen. Wir schlafen hier tendenziell zumindest die halbe Nacht alle zusammen in einem Bett. Öha …

… Mahlzeit?!

 

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