Trittst hoffentlich nicht im Morgenrot daher

Alles Gute, liebe Schweizer! Heute feiern wir, dass vor zighundert Jahren vielleicht um dieses Datum rum ein paar Knülche auf einem Hoger mit den Fingern gewedelt und irgendwas von Bruderschaft geschwafelt haben! Yay!

Ernsthaft: Mir gefällt der Schweizer Nationalfeiertag klar besser als der deutsche, zumindest was die partytechnische Handhabung angeht. Hierzulande hätte man ja zwar wirklich was zu feiern mit der Wiedervereinigung und so – ein Volk von vereinigt Brüdern, quasi -, aber es feiert keiner. Mein Verdacht ist, dass es am Datum liegt, der 3. Oktober ist irgendwie doof herbstlich. Da hat es der 1. August besser. Wir sind heute erst mal unterwegs, Familie treffen in Lörrach, und dort besorg ich dann in der Migros noch Cervelats und anderes passendes Zeug. Zweifel-Chips, Rivella und Konsorten. Deko hab ich am Wochenende schon gekauft, und wir waren gestern fleißig am Aufbauen:

Okay, manche von uns haben fleißig aufgebaut. Die Lampions hängen, die Schweizerfahnengirlande auch, die Nachbarn halten uns bestimmt für noch seltsamer als sonst, aber je nun. Wer nicht in der Schweiz aufgewachsen ist, der versteht nicht, dass die 1.-August-Deko für den Eidgenossen das ist, was für den US-Amerikaner die Weihnachtsbeleuchtung: Citius! Altius! Fortius! Hexenschuss, Nixalsverdrus (sic! Asterix lässt grüßen!), überall was hängen muss.

Nur das Feuerwerk, das sparen wir uns. Aber verdammt, das Kind wird trotzdem lernen, dass es als halber Schweizer gefälligst zu feiern hat heute!!!

Ich arbeite dran.

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