Total effizient zusammengestellter Schweine-, ähm, Süßkram

Ich hab ja am Samstag fürs Tauziehen vom Sonntag kampfgebacken. Keine Ahnung, wie ich zu der Ehre kam, was beisteuern zu dürfen, denn uns fehlen jegliche Connections, aber hey: Integration!

Andererseits wäre als Gemeinschaftserarbeitsmaßnahme vielleicht doch eine Käsesahne oder ein Bienenstich sinniger gewesen, keine Ahnung, wie gut meine Mandel-Himbeertörtchen ankamen. Aber von Anfang an:

Ich wollte keine Experimente austesten, das gibt nur Stress. Also backen wir was Einfaches: Russenzopf. Darf der noch Russenzopf heißen, oder nennt man den jetzt Hefenusszopf oder so irgendwie? Bitte um Verständnis, komme aus der Schweiz, wo man immer noch gerne von Mohrenköpfen statt Schokoküssen spricht.

Egal. A Russenzopf by any other name would be as simple. Rezept nach Schmuschneckenmanier, aber halt einen zweizopfigen Zopf gezopft statt Schnecken geformt. Ab in den Ofen, gut ist.

Was soll ich sagen: Es gab Stress. Oben schon zu dunkel, innendrin noch roh, fällt auseinander, lässt sich auch mit tonnenweise Zuckerguss nicht zusammenpappen. Machen wir was anderes. Hatte eh noch Jeannys Friands als Zugabe geplant. Hm, habe aber keine Zeit mehr, die gemahlenen Mandeln noch per Mixer zu Puder zu verarbeiten, wie hab ich das eigentlich letztes Mal gemacht … ach so. Stimmt. Gekauftes Mandelmehl aus Frankreich. Äh ja. Für den Ausflug haben wir jetzt auch keine Zeit mehr.

Also normale gemahlene Mandeln genommen, war auch wahnsinnig lecker, halt etwas rustikaler, vom Geschmack her ungefähr so wie die Mandelbärli vom Glatz Beck. Was jetzt wieder nur den Bernern was sagt. Für alle anderen der Tipp: Fahrt mal nach Bern. Lohnt sich auch abseits jeglicher Leckereien, wunderschöne Stadt. Ganz objektiv.

Und was machen wir nun mit dem vielen, vielen übrig gebliebenen Eigelb? Nicht verzagen, Blogosphäre fragen. Bei Anke Gröner gibt’s ein Rezept für Pastéis de Nata, das zufälligerweise genau gleich viel Eigelb braucht wie Jeannys Friands Eiweiß benötigen. Das nenn ich mal glückliche Fügung! Also Mann und Kind mit den fertigen Mandeltörtchen zu den Tauziehern geschickt und noch mal den Backofen angeworfen. Und: OMNOMNOMNOM. In der Zubereitung ebenso simpel wie die Friands, macht optisch ebenfalls was her (wenn man nicht zu viel Füllung verwendet, die Förmchen überlaufen und man dann wieder mal mit dem Böllen Kitchen Massacre zu kämpfen hat … „man“. Jaja.), ist ebenfalls unglaublich lecker. Ich empfehle also eigentlich alle drei Rezepte, die man bei den jeweiligen Links findet. Nur wenn’s um die erfolgreiche Präsentationspräparation im Falle des Nusszopfes geht, wendet ihr euch bitte an andere Foodblogs. Oder macht Schnecken. Ich rate zu Schnecken.

Fotos von den Original-Friands gibt’s hier im Ex-Blog, hier ist der Nusszopf – wie gesagt innen noch etwas roh, aber man kann ja die Füllung rausklauben, har har.

Und hier die Pastéis de Nata, die nicht dem Massaker zum Opfer gefallen sind. Wie im Titel geschrieben: Friands und diese Törtchen gleichzeitig zubereiten, ist total effizient! Und folglich eine gute Ausrede für ein Süßkram-Gelage. Yay!

Oh, da fällt mir ein, ich hab ein Gemüse-Kartoffel-Frittata-Gedöns-Gedings im Ofen fürs Mittagessen. Und tschüss und weg und Mahlzeit!

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