Ein Plädoyer pro Schnee

Ja, wirklich. Von mir. Nein, es geht nicht um Autofahren. (Grusel!) Es geht um die positiven psychischen und physischen Aspekte des Daseins im Schnee. Und um Physik.

Erster positiver physischer Aspekt: Mit genug Entschlossenheit und Voltaren lässt sich auch bei massiven Kreuzschmerzen ein Schneemann bauen. Und dem Rücken geht es danach besser. Man könnte das ganze natürlich auch bockig-bernisch-beyelersche Sturheit nennen. Muss man aber nicht. Auf jeden Fall waren diese Ausmaße nicht geplant, aber was soll ich sagen – der Schnee packte gut. Das ist wieder so einer dieser Begriffe, den keiner einordnen kann außer mir, richtig? Ich meine damit: Der Schnee ist klebrig, nass und schwer genug, dass man relativ schnell eine relativ große Kugel hinkriegt. Okay: Verflixt schnell eine verflixt große Kugel. Eine verflixt schwere Kugel. Aber ist ja eh nur der Unterleib … “Nein, nicht da hin! Neben den Weihnachtsbaum! Nein, nicht DA neben den Weihnachtsbaum!! DA NEBEN DEN WEIHNACHTSBAUM!!!” Bastian war hilfreich. Mit Anweisungen. Und Löcherbuddeln. Und Schnee essen. Ja, keine Sorge, ich sag ihm dauernd, er soll den Schnee nicht essen, wenn er gelb ist …

Nun gut. Dann kam der mittlere Teil des Schneegetüms. Und hier kommt nun die Physik ins Spiel, deren Grundgedanken mir sowohl physisch als auch psychisch und physikalisch weiterhalfen. Denn wenn ich a) nicht genug Kraft habe, um die eine riesige Schneekugel auf die andere riesige Schneekugel zu heben, aber neben dem Haus b) eine Reihe Regalbretter steht, dann bau ich mir doch daraus c) eine Rampe und rufe alsbald d) “HEUREKA! I’m the king of the world! Rocky-Melodie!” – was meiner Psyche natürlich unendlich gut tut.

Ich hab vor lauter “Psy”-Wörtern langsam ein “You keep using this word. I don’t think it means what you think it means”-Syndrom. Nein, hinter dem Link befindet sich nicht “Gangnam Style”, sondern Mandy Patinkin. Hach ja. In einer Welt voller Rick-Rolls – könnten wir da nicht mal den Mandy-Roll erfinden? Bitte?!

Ende der Abschweifung (zu kurz für eine Mythenmetzsche, übrigens): Am Ende stand der Schneemann. Mit alten, nie richtig zuende geführten Handarbeiten meinerseits verziert. Und alten Knöpfen aus meinem geerbten Knöpfefundus. Und einer mühsam montierten Karotte. Zu Schneemännern und Karotten könnte euch Bastian Geschichten erzählen, ich sag’s euch … okay: Eine Geschichte. Eine Bob-der-Baumeister-Geschichte. Dafür wieder und wieder und wieder …

tl;dr: Hier. Schneemann. Groß. Schneekind. Klein. Niedlich.

Schnee: Super.

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