Trololo

Ich kann mich wintertechnisch nur noch mit Links und Memes mental über Wasser halten. Wobei, Wasser ist die falsche Analogie: Ich fühl mich wie der Typ im Bilderwitz, der sich kriechend durch die Wüste in Richtung Frühling schleppt. Hach, Wüste. Warm. Sonnig. Okay, ich geb’s zu: Ich würde in der Wüste natürlich gleich „Heiß, heiß, heiß, mach et wech!!!“ brüllen.

Ich bin nun mal mehr so der Typ für 20-25 Grad. Wir hatten früher (also, als ich ein Kind war, damals so vorm Kartoffelkrieg) ein Barometer, auf dem stand bei irgendeinem Feuchtigkeitsgrad „Ideal für Menschen und Pflanzen“. Ideal für diese menschliche Pflanze ist halt nicht zu warm, hübsch sonnig, nicht zu feucht. Die Kanaren sollen angeblich toll sein. Supi, zieh ich nach Lanzarote in die Vulkanwüste. Und werd mein eigener Science-Fiction-Film.

Apropos, hier übrigens meine Reaktion beim derzeitigen morgendlichen Vorhangöffnen. Nein, ich falle immerhin dabei noch nicht auf die Knie und schüttle meine Fäuste in Richtung Himmel. Noch nicht.

Der neue Papst weiß auch, warum er sich nicht Petrus genannt hat.

Der Winter kommt und kommt und kommt wieder – Meteorologenporno da draußen.

Ihr merkt schon, meine Scherzqualität ist eminent wetterabhängig. Weswegen ich eigentlich zur Aufmunterung das Trololo-Video posten wollte, aber das krieg ich mal wieder „Haha, GEMA hier, du kommst hier net rein, U MAD?!“

JA. I MAD.

Was ihr vermutlich auch merkt: Ich bin grade hüben und drüben und jenseits von Gut und Böse, was Sinnergiebigkeit angeht. Um mich aus meiner Jugend zu zitieren: „Ich bin der Zusammenhang der Zustände! Ihr dürft mich Hängi nennen.“

Und Hängi sagt euch: Hier. Links. Vorwiegend Buzzfeed.

Wie vielleicht bekannt ist, wird in den USA gerade über die Gesetzmäßigkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe debattiert. Wer übrigens dagegen ist, der möge bitte sofort wegklicken und nie mehr wiederkommen. Mein Blog, mein Möbelhaus, meine Kamera. Und kommt mir nicht mit Argumenten, denn letztendlich geht es doch nur darum: You don’t like it.

(Mei, ich schwelge heute echt in Nostalgie. Seid froh, wenn ihr nicht wisst, wer Pauline Hanson ist.)

Aber okay, Link zum Thema DOMA. Hier. Ach, und ich hab’s mir übrigens überlegt: Bitte, kommt mir mit Argumenten. Mit Argumenten, die die Aussagen dieser Plakate überzeugend widerlegen.

Doch lasst uns andere Töne anstimmen, freundlichere, Portlandeskere. Vegan free range christmas tree. Die Nostalgikerin in mir erinnert sich beim Stichwort „Christmas tree!!!“ an Weihnachten mit einem wunderbaren Mann, der ihr mal ein wunderschönes Gedicht geschrieben hat, und der leider sowohl weiß, wer Pauline Hanson ist als auch, wie es sich anfühlt, aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung diskriminiert zu werden.

(Das Gedicht hängt neben meinem Schreibtisch. Es trägt den Titel „Benevolence“. Ich les es immer, wenn ich das Gefühl hab, der schlechteste Mensch der Welt zu sein. Dann weiß ich wenigstens, dass ich das irgendwann mal für irgendjemanden nicht war …)

But remember: Everything could be a lot worse. Sind wir manchmal nicht alle ein bisschen Kevin?

Plant wer ne Reise nach Frankfurt? Insidertipps. Wisster Bescheid.

Und schließlich: Tiere machen alles besser. Hunde sowieso. Natürlich, man soll seinen Hund nicht die Rutsche runterschicken, aber ich brüll hier immer noch vor Lachen über Nummer 19.

So. TL;DR: Mir geht’s immer noch mau, was unschwer an diesem Stream-of-consciousness-Geblogge zu erkennen ist. Aber keine Sorge. Irgendwann kommt der Frühling. Und dann …

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