Fatty Fashion Fun Challenge: Mai

So, nachdem mein Blog anscheinend jetzt wieder tut (danke, tollster Ehemann der Welt), kann ich doch noch rechtzeitig vor dem 19. Mai meinen Beitrag zur aktuellen Fatty Fashion Fun Challenge einreichen.

Für die, die nicht wissen, worum es geht: Hier klicken. Für die, die zu faul zum Klicken sind, hier die Zusammenfassung: Dicke Frauen präsentieren ihre Outfits zu einem Thema. Und ja, das ist viel revolutionärer, als ihr vielleicht denkt, denn die eigentlichen Moderegeln für dicke Frauen lauten ja:

1. Kauf, was du kriegen kannst. Selbst wenn es ein weiteres kastenförmiges Polyesterteil mit „fröhlichem“ Druck ist. Oder dunkel und „unauffällig“.

2. Beschwer dich gefälligst nicht über die mangelnde Auswahl, sei froh, dass wir überhaupt gewillt sind, dich das Haus verlassen zu lassen und dich in der Öffentlichkeit zu dulden … na ja, okay, „dulden“ ist vielleicht das falsche Wort, denn eigentlich lassen wir dich nur raus, damit du als Abschreckung und schlechtes Beispiel dienen kannst.

3. Aber mach dich bitte beim Rausgehen so unsichtbar wie möglich. Denn am liebsten würden wir dich ja schon überhaupt nicht wahrnehmen. Ihh bääääh!!!

Und dazu sage ich in meiner typisch höflichen, zurückhaltenden Art:

FUCK. THAT. SHIT.

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Das Gleiche gilt übrigens auch für die ungeschriebene Regel, dass man sich altergemäß anzuziehen habe. Solange das noch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, zieh ich an, was mir gefällt. Und sonst wandere ich nach Australien aus, wo die Busfahrer im Sommer noch short Shorts tragen. So there.

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Ich halte die Kombination von Lila und Rot für eine absolut tolle Sache. Denn mit schwarzen Schuhen wäre das ja alles ganz nett, aber mit den roten Pumps? Pep! Knalleffekt! Spaß! Und, Überraschung: Um Spaß sollte es beim Anziehen gehen. Ich trag auch mal Punkte und Streifen und Blümchenmuster bunt gemischt, weil es mir Spaß macht. Auf selbsternannte Modepäpste kann und will ich keine Rücksicht nehmen. Ist ja nicht so, als hätten sie nicht noch drölfzig andere Richtungen, in die sie gucken können …

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Das Thema der Mai-Challenge lautet übrigens: Gartenparty. Zuerst dachte ich als Inspiration ja an sowas, das man immer in Skandinavien-beeinflussten Wohnzeitschriften sieht, ihr wisst schon, Wildblumen, Erdbeertorte, hübsch gedeckter Tisch und die Gastgeberin im zarten Gewand mit zartem Blümchenmuster. Dann aber so: Nääääh. Die Gartenparty, die ich gerne feiern würde, ist mehr so ein British Upperclass-Ding, aber subversiver. Will sagen: Klar gibt es Gurkensandwiches und Scones und sowas, aber statt Tee wird ordentlich Pimm’s serviert, und die Gespräche gehen nahtlos von eloquent diskutiertem Weltgeschehen zu Oscar Wildeschen Bonmots und elegant eindeutigen Zweideutigkeiten über. Und dann gucken wir mal, was noch so passiert.

Benedict Cumberbatch ist auch eingeladen. Come hither, Benny boy.

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Aber da es am Fotoshootingtag geregnet hat, stand halt „nur“ das – und ich zitiere die verehrte Frau Donnerhall – „best accessoire ever“ zur Verfügung.

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Und nun fragt ihr euch sicher, wo ich dieses Outfit her habe. Nun, die Schuhe sind diejenigen, die ich auch an meiner Hochzeit anhatte. Und – Hochzeitskleidwitz, har har! – ich passe noch rein!

Das Kleid, die Halskette und die Donutbrosche? Überraschung – natürlich im Ausland via Internet erstanden. Denn hierzulande … siehe Rant weiter oben. Als dicke Frau ist man hier eher Jägerin des verlorenen Schatzes denn Sammlerin von vielen tollen Klamotten aus dem Laden. Abgrundtiefer Seufzer.

Kleid: Domino Dollhouse. Ich muss dringend mal wieder bestellen. Sally Sparrow! Demon Doll! Hello Sailor! Alles haben!!!

Die unnachahmliche Wundersuper-„Fat“-Halskette und die Brosche: Fancy Lady Industries. Nicht zuletzt deswegen erstanden, weil Natalie Perkins letztens die Glaukoma-OP ihres Tierheimhundes finanzieren musste. Gutes tun und hübsche Sachen kriegen? Yay!

Ich danke den Herstellern von tollen Sachen für dicke Frauen, dem Herrn Lord Nibbler of the Planet of the Nibbleonians und dem tollsten Ehemann der Welt fürs Fotografieren im strömenden Regen.

Und nun zum Abschluss: Blooper.

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Garten. Nasses Gras. Hohe Absätze. It’s tricky. Tricky tricky tricky.

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Note to self: Man muss nicht alle Posen machen, die einem so einfallen.

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Muss man wirklich nicht.

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Offensichtlich ist das Rennen um Germany’s Next Top Model entschieden. Ich möchte nur das Auto haben, danke sehr.

 

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5 Gedanken zu “Fatty Fashion Fun Challenge: Mai

  1. Ha! So ein toller Post! (Ich lache sehr! :D) Wäre ich nicht schon dein Fan, ich wäre es jetzt. Donutbrosche, Fat-Kette und Benedict Cumberbatch, der in meiner Phantasie neben der Kamera steht und an einem Gurkensandwich knabbert, perfekt! (Im Frack übrigens, frag nicht…) Mein innerer Guido gibt dir 10 Punkte!

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