April, April

Ich mag offensichtliche Aprilscherze. Die anderen find ich doof, weil ich grundsätzlich immer darauf reinfalle. Ich halte den Aprilscherz, den wir uns als Kinder geleistet haben, immer noch für einen der größten aller Zeiten: Wir haben beim Wohnblock nebenan geklingelt (die ersten mit einer Gegensprechanlage in der Gegend!), und wenn wer fragte: „Wer ist da?“, haben wir mit tiefer Stimme „DERRRR SPINAAAAAAAT!!!“ gebrüllt.

Ja, ich weiß: Absolut abstrus. Aber ich muss immer noch lachen.

Ansonsten hatten wir beim Radio natürlich diverse Aprilscherze – mal ging es darum, dass der TGV von nun an bis nach Luzern fahren würde, ein anderes Mal konnten sich die Leute eine Plombe ins Radio bauen lassen, damit sie nur noch Radio Emme hören und so von der Schweizer GEZ befreit würden.

Aber der Aprilscherz, der mir am besten in Erinnerung geblieben ist, war die Sache mit der Schweizer Variante von DSDS bei Radio Sunshine. Das wurde auch groß aufgezogen, mit Bühne und Pseudo-Jury und allem. Dass die Aktion den Teilnehmern gegenüber irgendwie total fies war, fiel zumindest mir erst auf, als die dann da oben standen und um ihr Leben sangen. Klar, sie haben dann als Entschädigung Gutscheine gekriegt, aber trotzdem: Heute würde ich sowas nie und nimmer mehr mittragen.

Immerhin, aus der Rubrik „Wer zuletzt lacht“: Wenig später lancierte das Schweizer Fernsehen mit „Music Star“ tatsächlich eine Schweizer Ausgabe von DSDS. Und mit Daniela Brun landete eine Teilnehmerin unseres Aprilscherzes auf Platz drei.

Aprilscherze mit gutem Ende? Ja, die mag ich auch. Und ich freu mich schon sehr auf Ritter Sport Mett.

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