Ach ja, montags war doch was …

… da ich im Moment meine Gedanken recht schlecht organisieren kann (Carepakete! Schickt mir Carepakete! Am besten mit einem Hulkkostüm drin!), ist es irgendwie ganz praktisch, dass ich vor Urzeiten mal die Idee hatte, montags Links zu posten. Drum, man höre und staune, gibt es jetzt als untotes Lebenszeichen meinerseits mal wieder eine kleine WWW-Rundschau. Mit viel Wut im Bauch. Siehe auch: Hulkkostüm.

– Die stets anbetungswürdige Lesley Kinzel schreibt darüber, wie sie den Arzt ihres Vertrauens gefunden hat. Achtung: Taschentücher bereithalten. Mir zumindest ging es so.
Was mich betrifft: Mein Hausarzt und ich haben sowas wie eine stille Übereinkunft, dass das Thema Gewicht eher nebensächlich ist. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Bei meiner letzten Kontrolle fragte er mich einfach: „Gab es drastische Gewichtsveränderungen?“, ich meinte wahrheitsgemäß „Nee“, und damit war die Sache durch. So geht es auch, liebe Halbgötter in weiß. So geht es auch.

– Katrin beschreibt in ihrem Blog „Reizende Rundungen“ die Anliegen der Fat-Acceptance-Bewegung empathisch, eloquent und absolut nachvollziehbar. Finde ich. Die Kommentare dann allerdings zum Teil so: „Ja, aber!“ Nichts verstanden, setzen, sechs. Hulkseufzer.

– Und mit noch einem Hulkseufzer geht’s weiter: Alex wiederum schreibt auch über einen wichtigen Aspekt von Fat Acceptance: Plus Size Blogging. Nun kenn ich mich in der Plus-Size-Modeszene nicht zwingend aus, ich kauf halt, was mir gefällt, wo ich es finde, und mein Blog ist bekanntlich zu, äh, thematisch hüben wie drüben für irgendwelche Kooperationen. Aber mal ehrlich: Den Hang zum Abgreifebloggen kennt jede einzelne Blogkategorie, richtig? Ob’s nun Lifestyle-, Gadget oder Kulturbloggen ist, überall gibt’s die, die nur dabei sind, weil man etwas gratis kriegen könnte. Und das versteh ich echt nicht. Because we could indeed be heroes.

– Anderes Thema, noch größerer Hulkseufzer: Familien, die nicht der Norm entsprechen, und wie sie im Bildungsbereich besprochen (bzw. eben verschwiegen) werden. Bei Spilt Milk. So viel Zitierbares. So viel Wahres. So unendlich viel Trauriges und Kopfschütteliges. Nicht, dass das etwas ist, das wir hier täglich erleben würden, wir sind ja heteronormativ wie sonstwas. Aber ich besitze nun mal reichlich Empathie (überreichlich, it sucks to be Troi, aaargh!), und mich schmerzt es bis in die Knochen, wenn ich sowas lese.

– Und hier kombinieren wir dann beide Themen: Mutterdasein und Körperkritik. „Kinder, Körper, Kommentare“ gibt’s beim Kaiserinnenreich zu lesen – und mittlerweile bin ich echt am Dauerfuchteln. Himmelarschundzwirn, das darf doch alles nicht wahr sein. Aber es ist, es ist …

… Es ist zum Verzweifeln. Wir sind alle Freiwild der Kritik derer, die sich nicht von der vorgegebenen Norm befreien können. Aber wir sollen die mit dem Problem sein.

Nee, is klar.

(Und immer wieder: Wasn’t life supposed to be more than this?)

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2 Gedanken zu “Ach ja, montags war doch was …

  1. Von wegen Carepaket, ein ganzes Hulkkostüm traue ich mir nicht zu, aber falls Socken helfen. würde ich gerne welche für dich stricken.

    Liebe Grüsse
    Rosmarie

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