What Hermione says

Guckt, Leute, es ist so: Ich kann mir die Finger wund tippen und den Mund fusselig reden, dass mein Feminismus nicht gegen Einzelpersonen gerichtet ist, sondern gegen das vorherrschende System. Ich kann das ebenso in Bezug darauf tun, dass die patriarchalische Gesellschaft Männern zwar Privilegien bietet, sie aber gleichzeitig auch einschränkt, was das Ausleben nicht traditionell als „männlich“ betrachteter Rollen angeht.

Ich kann mit Fachbegriffen um mich werfen oder versuchen, sie für euch als Feminismus für AnfängerInnen runterzubrechen. Ich kann euch sagen „Informiert euch doch selber, ich spiele hier nicht die Erklärbärin!“. Ich kann mich mit denselben Fachbegriffen um Kopf und Kragen tippen oder reden, weil jemand anderes sie vollkommen anders interpretiert und ich mal wieder „FEMINISM U R DOIN IT WRONG!!1einself“ vor den Latz geknallt kriege.

Aber ganz ehrlich, heute habe ich gerade keine Lust dazu. Ich war am Samstag in der Fondation Beyeler in Riehen bei Marina Abramovic und bin einerseits gnadenlos liebesgeflasht von ihr und andererseits bodenlos angestrengt von dem ganzen Male Privilege, das mir dort mal wieder begegnet ist. Also lasse ich Emma Watson reden. Die kann das sowieso besser.

Zu He For She geht’s hier. Falls in meiner Leserschaft auch Männer* sind: Bitte macht da mit. Ja, ich weiß, Slacktivism. Ein Pflaster auf einer geplatzten Arterie.

Aber manchmal brauch ich einfach das Gefühl, dass sich wenigstens symbolisch was ändert.

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