Nur noch fünf Minuten, To-Do-Liste! (Adventskalender vom 3.12.)

Orr, heute hat sie mich kurzfristig ziemlich erwischt, die Vorweihnachtsverdrossenheit. Fing damit an, dass ich aufgestanden wurde, ohne richtig aufgewacht zu sein, ging weiter mit dem immer noch kränklichen Kind, das eine Fernsehparty wollte und zum Frühstück Mozzarellabällchen in Joghurt tunkte, dann Ärger mit Plätzchenteig, Atomunfall oder kein Atomunfall … Kurzfassung: meh.

Aber hilft ja nix, die Plätzchen mussten trotzdem gebacken werden, das Kind fand mich mal wieder großflächig doof, egal was ich vorschlug, und haute bei der nächstbesten Gelegenheit zu den Schwiegereltern ab. Je nun, mehr Zeit für mich, die Küche noch schnell in Ordnung zu bringen, Plätzchen in Ruhe fertigzustellen (nicht präsentabel, aber lecker – wie immer) und nebenbei noch den Tisch zu decken für Geburtstagsnachfeiern des Mannes. Ach ja, und einen Zwiebelkuchen zu machen. Ich sag euch, wenn es Backen und Kochen nicht gäbe, stünde es um meine Psyche einiges schlimmer bestellt.

Natürlich war der Zwiebelkuchen nicht geplant und natürlich hätte ich in der Zeit auch was Sinnigeres machen können, aber manchmal muss man zu seiner To-Do-Liste einfach sagen: STOP! HAMMER TIME!

(Das GIF dazu stellt ihr euch jetzt bitte vor, das Internet hier spinnt mal wieder rum und lädt Bilder nicht richtig. Weil heute eben so ein Tag ist.)

Will sagen: When life gives you lemons, get some eggs and sugar and make lemon curd. Oder was auch immer man für Lemon Curd braucht, ich weiß es gerade nicht auswendig und das Internet … siehe oben. Und wenn du keine Lust auf kulinarische Erholung hast, probier etwas anderes, um dich aus dem To-Do-Wahn rauszuholen. Ja, ich weiß, Entspannen ist schwierig, wenn dir die anstehenden Aufgaben im Nacken sitzen. Aber ganz ehrlich, ich hab’s heute wieder gemerkt: Es bringt niemandem etwas, weder dir noch anderen, wenn du dich bis zum Umkippen verausgabst oder (so wie ich) schon beim Nachdenken über das, was noch erledigt werden muss, beinahe umkippst, weil du dir die Anstrengung so bildlich vorstellen kannst. Ja, ich kann mich in die Erschöpfung hineingrübeln, so talentiert bin ich diesbezüglich. Toll, was?

Kurzer Hinweis vom 4.12.: Und das war dann der Moment, als das Internet gestern komplett zusammenbrach. Nicht dass es heute viel besser geht, vielleicht ist ja auch mein PC kaputt, was weiß ich, aber auf jeden Fall wollte ich eigentlich nur noch darauf hinweisen, dass ich als hirnentspannende Online-Aktivität die Spiele von Ferry Halim empfehle. Besonders Winterbells. Keine Angst, dem Häschen passiert nichts, wenn es runterfällt.

So, ich poste dieses wirre Gelaber hier jetzt einfach mal, solange Posten funktioniert, und dann greife ich mir noch ein bisschen an den Kopf wegen Eric Garners Tod und die anschließende Nichtverurteilung des Täterpolizisten. Und verfolge nebenbei den Amokalarm in der Zürcher Hochschule für Künste.

Und dann backe ich Plätzchen und blende die Welt aus. Muss manchmal sein. Muss.

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Ein Gedanke zu “Nur noch fünf Minuten, To-Do-Liste! (Adventskalender vom 3.12.)

  1. Tja, was soll ich sagen… Hier ist es ähnlich, zumindest was diese to-do-Problematik angeht. Ich habe da sogar mehrere Listen: die übliche, allseits bekannte to-do, dann eine can-do-if-time, dann eine should-do-when-money und eine do-whatever-you-like. Die letzte ist meine Lieblingsliste, deren Inhalt sich durch simples Ausschlussprinzip der anderen Listen ergibt (ausser vielleicht bei den Punkten der money-Liste). Muss ich sagen, dass ich seeeeehr gerne die letztere Liste „abarbeite“? Nee, warscheinlich nicht, denn sonst würde ich ja jetzt hier nicht Deinen Blog lesen anstatt Dinge aus Liste eins zu erledigen. 🙂

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