Kekse und Koller (Adventskalender für den 9. & 10.12.)

Es ist der zehnte Dezember und ich habe bereits fünf Sorten Weihnachtsplätzchen gebacken: Mailänderli, Brunsli, Haselnussmakrönli, Spitzbuben und Ananas-Kokos-Makrönli. Und möglicherweise verfalle ich bei der Plätzchenbeschreibung gerne ins schweizerische Güetzi-Glossar, denn mit deutschen Weihnachtsplätzchen kenn ich mich nicht aus. Macht nix, die Schweizer Sorten schmecken lecker genug.

Hier gibt’s die entsprechenden Rezepte. Bis auf die Ananas-Kokos-Dinger, die ich übrigens SEHR empfehlen kann. Hatte nur leider kein Rumaroma, und echten Rum hielt ich angesichts der Tatsache, dass die Dinger auch auf dem Weihnachtsmarkt am Kindergartenstand verkauft werden, für nicht ganz so opportun. Das Rezept hier hab ich benutzt, allerdings ohne Zuckerguss und Cocktailkirschen, ich hab einfach vorm Backen noch ein Stück getrocknete Ananas oben drauf gelegt. Ich find Zuckerguss oft übertrieben, außer bei Rüeblitorte. Da muss ordentlich Zuckerguss mit Zitronen- oder Limettensaft drauf. Jawollja.

Plätzchentechnisch sind wir also ausgestattet. Und geschenktechnisch auch schon fast vollständig. Wer wo wie die Festtage verbringt, ist auch mehr oder weniger festgelegt. Und trotzdem verspüre ich diesen ständigen Druck im Hinterkopf, dass Noch! Mehr! Advent! Und Kind! Alles! Besonders!

Nun. Wie sagte Syndrome einst so schön:

Wenn jeder Adventstag besonders sein muss, kipp ich vor Weihnachten um und der Sohn bemerkt die Besonderheiten vor lauter Besonderheiten nicht mehr. Deswegen: Jetzt ist mal Alltag dran. Ich geh Wäsche wegräumen. Und werde den Sohn nicht zu Adventsbespaßung zwingen, wenn er nicht mag. Der wird nämlich durch die ganze Adventerei da draußen und den bevorstehenden Geburtstag schon hibbelig genug, da muss ich nicht noch mitmachen.

Reicht schon, wenn er zeternd das Schnitzelbrot zum Mittagessen ablehnt und mir dann dafür abends die Tomatensuppe (!) mit Reis (!!) mit größter Begeisterung wegschlabbert. Koller allenthalben also. Aber immerhin auch Kekse.

superman

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.