Die Sache mit der Komfortzone

Ich hab für diese Woche von meinen „Mach das alles“-Losen die Aufgabe gekriegt, ein Tierheim zu besuchen und eine Patenschaft für ein Tier zu übernehmen.

Nun. Ich fürchte, ich hab versagt. Es ist nämlich so, dass ich gerade zu Weihnachten meiner Familie eine Patenschaft für Jurka, die Mutter des Problembären Bruno geschenkt habe. Ich fühle mich komischerweise der Mutter eines Problembären sehr nah. Ähem.

Und nee, ich will mich nicht auf alten Lorbeeren ausruhen, aber weil es mich immer wieder glücklich macht, weise ich noch mal auf die Geschichte von Little Tank hin.

Kurz: Ich geb immer wieder Geld für irgendwelche fremden Tiere aus. Demnächst investiere ich sicher auch was in Lorelei, das Manati aus Homosassas Springs, weil ein Manati das Lorelei heißt hallo?!?! Mein theoretisch nächstes Tattoo wird ja ein Manati auf dem Oberarm inklusive Regenbogen und „Expecto Patronum!“. Denn mein Patronus wäre garantiert ein Manati. Sowas von.

Was ich eigentlich sagen will: Nein, ich war diese Woche in keinem Tierheim und habe keine Patenschaft übernommen. Ich kann nämlich nicht in Tierheime, ohne was mitnehmen zu wollen, und die schmerzliche Erinnerung, dass das nicht geht, bleibt jahrzehntelang hängen. Ich erinnere mich jetzt noch genau an die kuschlige, hochträchtige Katzendame in der Tierpension, in der wir 1985 unsere neue Katze holten. Ein Besuch im Tierheim „einfach so“? Geht nicht. Instant Herzbruch. Und wir können derzeit einfach kein weiteres Haustier aufnehmen, Lord Nibbler duldet garantiert keinen anderen Gott neben sich und keiner hier könnte artgerechte Lebensweise garantieren.

Deswegen: Nee. Tierhilfe geht für mich gerade nur aus der Ferne. Auch wenn ich mich ziemlich mies dabei fühle, der Komfortzone den Vortritt zu geben und diese Grenze nicht zu überschreiten.

Erster Strike für die Liste der 50 Sachen also.

Und nächste Woche folgt dann der zweite Strike, falls ich mir nicht einfach erlaube, die Aufgabe später im Jahr zu machen.

Denn sorry, wir haben hier einen halben Meter Schnee. Mindestens. Und es kommt immer mehr dazu.

„Besorg dir ein Zelt, übernachte in freier Natur und grille am Lagerfeuer“ klingt da nicht wie der beste Plan.

nope

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2 Gedanken zu “Die Sache mit der Komfortzone

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