12 von 12 jetzt auch mal im Blog

Ich versuch ja gerne mal, beim #12von12-Hashtag auf Instagram mitzumachen, schaffe es aber selten, wirklich zwölf Fotos zusammenzukriegen. Nicht, weil es nix zu fotografieren gäbe, sondern weil ich es einfach vergesse. Was ja nicht das Schlimmste ist. Muss ja nicht jeder Moment bildlich festgehalten werden (siehe auch: Warum ich bei Konzerten kaum mehr Fotos mache). Im April hätte ich zwar die Fotozahl erreicht, aber dann blieb das irgendwie so lange liegen, dass ich irgendwann beschlossen habe: Nee, das jetzt noch zu verbloggen, wäre hochgradig peinlich. Deswegen heute halbwegs speditiv (ja, das ist ein Helvetismus, aber ein guter!) die 12 von 12 im Mai.

Erst mal Notiz an mich: Den Mann fragen, ob er mir mal ein gutes WordPress-Plugin fürs Einbinden von Instagramfotos finden kann.

Auf dem Rückweg vom Kindergarten kam ich an der Schulturnhalle vorbei, und dort begegnete mir wie immer dieses Gesicht:

Ich hab keine Ahnung, wer das da an die Wand gemalt hat, aber der Sohn ist sehr fasziniert. Seine Frage „Warum ist der so traurig?“ hat schon Tradition, und ich muss mir dann immer eine neue Antwort überlegen. Die ist mal lustig, mal ernst, und manchmal – hoffentlich selten genug – ist sie auch etwas ungeduldig, denn ich muss aufs Klo, ich möchte heim, ich bin vielleicht selber gerade in der gleichen Stimmung wie das Gesicht an der Wand. Kann vorkommen. Die Antwort, die mir immer als erstes einfällt, die ich dem Sohn aber nicht gebe? „Weil es tausend gute Gründe gibt, in einer Schulturnhalle traurig zu sein, und glaub mir mein Sohn, das willst du nicht am eigenen Leib erleben …“

Danach war ich kurz einkaufen und hab zuhause gleich mal Sassy Water angesetzt.

Und falls sich wer fragt, was Sassy Water ist? Na ja, der Mann bezeichnet es als „Wasser mit Zeug drin“ (konkret: Ingwer, Gurke, Zitrone und Minze), angeblich ist es total gut für den Stoffwechsel oder so, ich find’s halt einfach erfrischend an heißen Tagen. Und heiß war es gestern sogar hier oben. Da das Wasser aber erst mal acht Stunden ziehen muss, war es erst gegen Abend fertig, und dann hatte ich gerade keinen Bedarf mehr. Ich hab’s dann über Nacht ziehen lassen und schütte mir gleich was davon in eine Flasche, nützt’s nix so schadt’s nix.

Ein Outfit-of-the-day-Foto gab’s dann auch:

I’m bringing Jeansjacke back. Oder so. Was soll ich sagen, ich hatte als Teenie keine „richtige“ Old-School-Jeansjacke, nur so eine in den 80ern trendige schwarze, künstlich ausgebleichte im Pseudo-Spencer-Schnitt. Also rückblickend förchterlöch.

Und ja, den Spiegel putz ich mittlerweile schon aus Prinzip nicht. Spiegel und Kindergartenkind = Sisyphos, ick hör dir trapsen.

Hier noch mal das Wasser mit Zeug drin, ich find halt auch, es sieht hübsch aus. Und ich kann mir was einreden von wegen Gemüse und Obst zu mir nehmen. Muahahahaaargh.

Die 12 von 12 sind bei mir diesmal irgendwie sehr ernährungslastig, das mag daran liegen, dass ich mich gerade durch die Lecker Veggie koche und deswegen viel frisches Zeug im Haus habe. Diese Quesadillas hier waren beim Sohn ein unglaublicher Erfolg – auf den Bohnendip hat er dankend verzichtet, obwohl ich Radio Schrottland zitiert habe: „Bouhnen and Bouhnen und draufgeschpuckt!“. Mit der Ergänzung, dass ich nicht draufgespuckt habe. Ich hatte zwei Quesadillas aus vier großen Tortillafladen gemacht, und ich selbst aß vielleicht einen Drittel der einen Quesadilla. Der Sohn hingegen putzte seine bis auf zwei Stücke weg und beschloss danach, dass ich den Rest mit auf den Spielplatz nehmen solle: „Für mich und meine Kumpels!“. Höheres Lob geht nicht. Volltreffer. Und ja, er hat sich das Zeug auf dem Spielplatz weiter reingestopft, bis nichts mehr da war.

Vor dem Kinderturnen warnte ich die Leiterin, dass der Sohn vollgefressen bis oben hin sei. Tat seiner Turnfähigkeit aber keinen Abbruch. Normalerweise gehen wir Mütter nach dem Aufbau gleich raus, aber diesmal dauerte es seine Zeit, bis wir uns losreißen konnten. Nicht zwingend von den Kindern, aber in der Turnhalle war es so angenehm kühl …

Mittlerweile ist Bastian etwas aus seiner Barbapapa-Phase raus, aber früher war mein altes Barbapapa-Buch eins seiner liebsten Vorlesebücher. Mein Mann hatte mir schon vor Bastians Geburt mal eine Barbapapa-DVD-Box geschenkt, und die haben sich Sohnemann und ich des Öfteren angeguckt. Was dabei auffällt: Wie sehr sich die alten von den neuen Folgen unterscheiden. In den ursprünglichen Geschichten wird sich dauernd gestritten und gekloppt, die neuen Stories sind dann schon eher pädagogisch wertvoll. Ich mag Barbabo aber immer noch am liebsten.

Auf dem Weg von der Turnhalle zum Parkplatz gesichtet: Erdbeeren. Die würde ich zugegebenermaßen eher nicht essen. Mal gucken, wie bei uns die Ernte wird. Die ersten Blüten sind da, den Himbeeren und Johannisbeeren im Garten scheint es auch gut zugehen, und die Brombeeren im Wald sprießen eh ohne jegliches Zutun unsererseits. Alles beerig hier.

Was mich hier ja immer wieder fasziniert: Wenn was kaputt geht, dann bleibt es erst mal kaputt. Ob es nun die Mauer unten auf dem Bild ist (ich hab einen Getränkelaster oder einen Gabelstapler im Verdacht, die Treppe befindet sich nämlich neben dem Lieferanteneingang des Supermarktes), der eine Zaun in Richtung Stadtmitte (na ja, Schönau hat halt Stadtrecht …) oder das Geländer oberhalb der umgefahrenen Mauer, an dem monatelang ein „Nicht anlehen“(sic!)-Zettel hing: Es geht ja auch so. Und ich frag mich, ob ich im Inneren einfach noch so sehr Schweizerin bin, dass mich dieses „Geht ja auch so“ ab und zu irritiert, oder ob ich es einfach seltsam finde, dass die angeblich so strikten und korrekten Deutschen sich in der Alltagspraxis doch eher am „She’ll be right, mate“ der Australier orientieren …

Der Hund? Ja, der ist auch noch da. Den sticht gerade der nicht vorhandene Hafer. „MAMA GIB MIR AUFMERKSAMKEIT OH HALLO DA BIST DU JA NEE NICHT JETZT ICH LEG MICH MAL HIN!“. Jetzt kommt auch wieder die Jahreszeit, in der er tagsüber entweder im Schatten unter der Bank liegt oder sich im Sandkasten das Fell braten lässt. Ich meine, wir Menschen bezahlen zum Teil teures Geld für Sandbäder, das Vieh weiß also schon, was gut ist …

Nach dem Abendessen und vorm Fußballgucken hab ich mir eine „heiße 7“ zubereitet. HomöopathieverdammerInnen dürfen diesen Abschnitt gerne überspringen, aber es ist halt so: Ich habe den Verdacht, dass es sich bei der angeblichen ADS, die ich laut Hausarzt haben könnte, eher um einen Magnesiummangel handelt. Die Symptome sind sehr ähnlich, und gerade Menschen mit Diabetes und empfindlicher Verdauung sind für sowas ziemlich anfällig. Hat mir auch die Apothekerin bestätigt, die mir eben auch dazu geraten hat, zusätzlich zum Magnesiumpräparat noch Schüßlersalz Nummer 7 zu nehmen, damit das Magnesium besser aufgenommen wird. Und eine der Darreichungsmethoden ist nun mal das Auflösen von zehn Tabletten in heißem Wasser. Schmeckt nach nix, lässt sich also trinken. Und hey, ihr dürft das gerne Placeboeffekt nennen, aber ich hab in den zwei Nächten, seit ich zusätzlich Magnesium nehme, so tief geschlafen wie schon lange nicht mehr. Nicht lang genug, aber endlich mal störungsfrei. Hurra!

Und dann halt so Fußball gucken, wobei es korrekter wäre zu sagen: Fußball hören. Auf dem Smartphone rumdaddeln und immer mal hochgucken, wenn der Kommentator lauter wird. Es ist nicht so, dass mein Herz nicht bei der Sache ist, aber ich kann mich derzeit nicht vollends in mein Bayernfandasein reinwerfen, das kostet zu viel Energie, und von der habe ich nichts übrig. Die einzige Frage, die ich mir angesichts der Schadenfreude immer wieder stelle: Sind denn der FC Barcelona, Real Madrid und Juve wirklich moralisch so viel erhabener oder geht es nicht doch eher ums Prinzip, gell?

Keine Sorge, die Frage ist rhetorisch, ich kenn selber tausend gute Gründe, kein Bayernfan zu sein. But the heart wants what the heart wants.

Und die Leber will, was die Leber will. Was die Leber nicht mehr will: Alkohol. Hab ich festgestellt, nachdem wir am Samstagabend „Bottle Shock“ (da mach ich vielleicht noch eine Filmbesprechung, mal schauen) geguckt und dazu stilecht kalifornischen Chardonnay getrunken haben. Ich meine, ich weiß dass ich nix vertrage und schon nach einem Long Island Iced Tea kurz vor „Ö La Palöma“ bin, aber mittlerweile nimmt das Dimensionen an wie bei Kapitän Haddock in „Tim und die Picaros“. Vielleicht hat mir Professor Bienlein auch irgendwelche Anti-Alkohol-Pillen untergejubelt. Ich hab mich also beim Fußballgucken darauf beschränkt:

Nun. Ja. Es ist jetzt nicht so, dass ich Sheryl-Crow-gleich deklariere „I like a good beer buzz early in the morning“, aber wenn’s halt weder schmeckt noch schwipst, kann ich es auch gleich sein lassen.

Ich hab ja Sassy Water.

Mehr (viel mehr! Massiv mehr!) 12 von 12 gibt’s bei Draußen nur Kännchen.

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2 Gedanken zu “12 von 12 jetzt auch mal im Blog

  1. Spätestens bei den Quesiladas hattest Du mich!!
    Womit sind die gefüllt? Ich hätte jetzt gerne welche!
    Auch bei Dir ein ereignisreicher Tag!!
    Liebe Grüße
    Suse

    • Da sind zwei kleingehackte Tomaten, ungefähr 100 Gram gewürfelter Gouda, etwas Tomatenmark und etwas Kräuterfrischkäse drin, das Ganze zusammengematscht und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und dann auf zwei große Tortillafladen verteilt & mit zwei weiteren Fladen abgedeckt. Dann fünf Minuten in den auf 250 Grad vorgeheizten Ofen – fertsch! 😉

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