Pro mehr Debattierclubs in Kindergärten

Der Sohn hat gerade ein rhetorisches Hoch, deucht mich. Ich zitiere diverse Perlen des heutigen Tages.

Als der Mann beim Essen aufsteht, fällt ein Holznupsi am Stuhl runter. Bastian bricht in kreischendes Gelächter aus. Ich, weil mir sein derzeitiges Penchant zur Schadenfreude echt nicht passt:
„Nur weil etwas runtergefallen ist, ist das noch lange nicht lustig!“
Er setzt mich mit einem blitzschnell platzierten „Ich bin noch ein Kind, das muss erst was lernen!“ schachmatt. Ich meine: Da gibt’s keine Gegenargumente.

Und heute Mittag, als er aus dem Kindergarten kam und von der Geburtstagsfeier seines Kumpels berichtete: „Es gab nur eine Kuchenrolle!“ (Als er es dem Papa später erzählte, waren es schon zwei…) „Und soooo viele Kinder!“
„Na, hat es trotzdem für alle gereicht?“
„Ja. UND ICH HATTE ZWEI PORTIONEN!!!“

Dann kurz nach dem Abendessen: „Papa, heute hilfst du mir endlich mal wieder richtig beim Aufräumen! In letzter Zeit musste ich das immer alleine machen!“ Untragbare Zustände hier, ihr kennt das ja…

Und jetzt gerade, während ich dies tippe, kommt er ins Arbeitszimmer gestürmt, in der Hand seine Spielzeug-Spaghettizange: „NA, ALLES OKAY HIER?“
„Äh… ja?“
„Dann komm ich jetzt mit der Nicht-Okay-Zwicke!“

Ich geh ihm gleich eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Mir graut so ein ganz kleines bisschen. Aber eigentlich hatte sich diese Phase schon gestern Abend abgezeichnet, denn:

"JETZT KOMMT IM RECHTZEITIGEN MOMENT DIE RIESIGE MÜLLTONNE!" Fragt nicht.

Ein von Natalie Springhart (@natollie) gepostetes Foto am

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