A month of movies – Wochenrückblick

Nein, am Anziehen scheitert es nicht – wer immer auf dem aktuellsten Stand sein will, der folgt mir halt auf Instagram. Das tägliche Verbloggen der Outfits hingegen? Uff. Nicht machbar in der Woche, in der gestern dann endlich das Kindergartensommerfest stattfand. Nächste Woche steht Kumpelbesuch für Bastian sowie das Musikschulfest mit einer Darbietung der musikalischen Früherziehungsgruppe an, so dass wir Dienstagnachmittag (Kinderturnen), Mittwochnachmittag (Kumpelbesuch), Donnerstagnachmittag (musikalische Früherziehung) und Freitagnachmittag (Generalprobe fürs Musikschulfest, JA ICH WEISS) verplant sind. Immerhin: Am Wochenende drauf fahren wir „nur“ in die Schweiz. Letztendlich ist es aber doch so, dass ich derzeit in jeder freien Minute einfach umkippe und einschlafe. Meh. Aber wie gesagt: Anziehen kann ich mich noch. Halbwegs.

Blicken wir also auf die Filme der vergangenen Woche zurück. Am Sonntag hing ich eigentlich einfach so im Schlafanzug rum und, na ja, schlief viel. Immerhin lief abends „Independence Day“, und was soll ich sagen: Der ist auch nicht gut gealtert. Oder vielleicht bin ich einfach besser gealtert, auf jeden Fall hab ich mir beim kurzen Reingucken mehrfach an den Kopf gegriffen und dann beschlossen: Team Aliens.

Am Montag hab ich zu einer meiner Lieblingsfilmfiguren gegriffen, die eigentlich einen eigenen Blogeintrag verdient: „Holly Golightly aus Breakfast at Tiffany’s und warum ich Paul Varjak so überaus über alles hasse grrrr“.

Falls sich jetzt jemand darüber beschweren möchte, dass Holly Golightly doch die im schwarzen Kleid und überhaupt ist, weise ich auf die wahrhafte, ungekünstelte Holly Golightly hin. Up the shut fuck you must (stimmt, Star Wars könnte ich auch mal noch nehmen…).

Und über allem schwebte der Male Gaze in der Form von Paul Varjak. Kotzwürg.

Dienstags wollte ich es dann beim Geräteaufbau fürs Kinderturnen vor allem bequem haben. Und bunt. Deswegen: „You’re terrible, Muriel“.

Ich weiß, „Muriel’s Wedding“ ist eigentlich eine Komödie, aber ich kann nicht die einzige Person sein, die bei dem Film ganz fürchterlich mitgelitten hat, weil sie genau wußte, wie sich jeder Moment in Muriels Leben anfühlte. Nicht wahr? Nicht wahr?! (Das Outfit ist übrigens mehr so generischer Bogan, okay – aber Muriel ist nun mal zumindest anfangs generischer Bogan. Trust me. I know.)

Am Mittwoch war ich ziemlich verzweifelt, weil Hirn leer, keine Ideen, deswegen gab’s dann „nur“ ein inszeniertes Mottoshirt. Aber seid gewarnt, ich kenne die Grundregeln des Fechtens tatsächlich – ein Überbleibsel aus meiner Teeniezeit mit Berufswunsch Schauspielerin und dem Hintergedanken, dass eins für die Schauspielschule ja auch so’n bisschen Fechten und Reiten können muss. Weil irgendwo mal gelesen. Die Aufnahmeprüfung Jahre später an der Schauspielschule übrigens grandios versemmelt, weil ich in dem Augenblick, als ich die vermeintlich heiligen Hallen betrat, das extreme Bauchgefühl kriegte: „Hier möchtest du nicht sein“. Ach ja, an Texthängern und mangelndem Talent lag es natürlich auch, aber die Erleichterung war trotzdem groß. Und übrigens auch der Stolz, dass ich dennoch hingegangen und grandios gescheitert bin, statt einfach klammheimlich wieder zu gehen und gar nicht aufzutreten. Aber egal, hier geht es um Inigo Montoya.

Und seinen Vater.

No, really. #amonthofmovies

Ein von Natalie Springhart (@natollie) gepostetes Foto am

Donnerstag hab ich dann innerlich leise und in sozialen Medien lautstark beweint, dass ich keine Ringelshirts mehr besitze (hab übrigens heute zwei bestellt, geht ja gar nicht, sowas!). Also musste mein altes Klugscheißer-Rock’n’Roll-Shirt aus der H&M-Männerabteilung von Anno Hokkmefont herhalten, um das Outfit von Charlotte Castang aus „L’Efrontée“ halbwegs nachzufühlen.

Und weil hier vermutlich kaum wer diesen Film kennt, mal eben der Trailer hinterhergeschoben:

Was soll ich sagen, ich war 1985 auch 13 Jahre alt und hielt alles gerne mal für klein und hässlich, das mir der Alltag bot. Weil ich 13 war. Und überhaupt: Manchmal sind wir alle irgendwie die Charlotte einer Clara, oder die Lulu einer Charlotte. Ist nicht schön, aber ist halt so.

Freitag haben der Sohn und ich uns einen erziehungsfreien Tag gemacht (Fleischkäsweckle beim Metzger! Ein Dinoheft im Supermarkt! Rumturnen auf dem Spielplatz! Ein Eis im Café! Und abends Chicken Nuggets und Chips auf dem Sofa beim DVD-Gucken und anschließend gleich bei Mama ins Bett!), da kam ich nicht wirklich dazu, einen Gedanken an ein Outfit zu verschwenden. Immerhin gerieten wir Freitagnachmittag in einen fürchterlichen Wolkenbruch und wurden nass bis auf die Unterwäsche, deswegen, äh: Titanic? Oder doch eher „Singin‘ in the Rain“. Ach Gene Kelly in dieser Szene und allgemein, auch so ein Kindheitscrush, zum Glück ist der bereits 1996 gestorben, sonst wäre er sicher diese Woche auch hops gegangen – ich meine, Pierre Brice, James Last, Christopher Lee, das hält mein Herz doch kaum aus, sowas.

Aber zurück zum Thema. Grinning in the rain:

Ach, und weil’s so schön ist und immer geht:

(Ja, ich weiß, Workaholic, Perfektionist, muss fürchterlich gewesen sein, mit ihm zusammenzuarbeiten, gerade als Frau, aber gönnt mir diesen Moment, okay?!)

(Ich möchte wieder mehr tanzen.)

Samstag war dann endlich Kindergartensommerfest, und nach einer Nacht mit dem Kind im Bett (siehe: erziehungsfreier Tag) und allgemeiner „Gnaaah, hoffentlich klappt alles“-Elternbeirätinnenpanik war ich schon beim Aufstehen komplett gerädert. Und ein sehr individuelles Outfit geht beim Sommerfest halt auch nicht wirklich, deswegen hab ich mich für Komplettnormalo entschieden und mir eingeredet, dass Frances Mayes aka Diane Lane in „Under the Tuscan Sun“ auch so ungefähr angezogen war beim Haus renovieren. So there.

Und das war’s mit dieser Woche. Heute? Nun, ich stecke immer noch im Schlafanzug. Sollte ich nachher noch einen anderen Schlafanzug anziehen, wird’s vielleicht Bridget Jones, auch wenn ich mich mit ihr so gar nicht mehr identifizieren kann. Und sonst bin ich heute einfach irgendeiner der Männer aus „The Women“. Muahahaha.

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