Sieben

In mir brodelt schon seit Tagen ein Eintrag zum Thema Köln an Silvester und den ganzen Folgen und Kommentaren. Der muss aber noch ein bisschen brodeln, hier wird gerade lauthals darüber diskutiert, ob der Herr Sohn noch mal probieren darf, die Tante Heike anzurufen, weil die ihm ein Buch zum ersten verlorenen Milchzahn geschickt hat. Anders gesagt: Konzentrationsfähigkeit ist momentan Mangelware.

Also reden wir einfach kurz darüber, wie ich heute an der Supermarktkasse stand, mit Karte bezahlen wollte, weil ich nicht genug Bargeld dabei hatte, und meine Karte abgelehnt wurde, weil sie abgelaufen ist. Öhm. Okay. Ich guck ja selten auf das Mindesthaltbarkeitsdatum meiner EC-Karte, ich weiß nur genau, wann die Kreditkarte des Mannes verfällt (ich kann auch die Nummer auswendig. Muahahaha!). Also hab ich peinlich berührt die Tchibo-Workoutklamotten stornieren lassen und warte nun auf Bescheid der Postbank, warum genau ich nicht automatisch eine neue Karte geschickt gekriegt hab. Nein, die Ausrede mit „Meistens liegt es daran, dass die Adresse nicht stimmt“ lasse ich nicht gelten, denn die Kontoauszüge für ebendieses Konto kamen heute an. Ja, per Post. Und ich hatte noch inbrünstigst darum gebeten, dass 2016 bitte mit weniger nervigem Kleinscheiß aufwarten soll. Nun ja. Und die US-Website, wo eins Flammenwerfer bestellen kann, lässt sich hier nicht laden. Könnte schlimmer sein, immerhin hat mir der Mann Bargeld besorgt, auch wenn ich mich bei der SMS „Kannst du mir Geld mitbringen?“ ziemlich unemanzipiert fühlte…

(Ich zu ihm: „Normalerweise schicken die so ne Karte doch automatisch, nicht?“ – „Jo, normal schon.“ – „Ach ja. Normal. Können wir nicht, was.“)

Notiz an mich: Endlich mal Feuerzeugbenzin für den Flambierer besorgen. Und gegen Jammerbedarf diesen Song hören.


Björk — Army Of Me

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