Elf

Bowie. Ja, Scheiße. Ich war kein Superfan, aber Bowie war eben, genau wie Lemmy, Nimoy, Brice… Bowie war einfach immer schon da. Und es ist für mich ungemein irritierend, dass diejenigen, die seit meiner Kindheit immer schon irgendwie anwesend waren, ob im Mittelpunkt oder eher am Rand, mittlerweile in Alterskategorien geraten, in denen halt gestorben wird. Natürlich auch, weil ich mich dadurch an die eigene Mortalität erinnert fühle, aber eben vorrangig, weil durch ihr Fehlen Plätze frei werden, die vermutlich zumindest in meinem Leben nicht mehr gefüllt werden. Nun ja. Mut zur Lücke oder so.

Und natürlich dürfen wir bei aller Heldenanbetung (ha ha, mein Bowie-Lieblingslied) nicht vergessen, dass Bowie problematisch war, ob es nun um „China Girl“ geht oder um Lori Maddox, und ja, diese Themen sollten auch jetzt schon erwähnt werden, aber vielleicht überlassen wir den Trauernden die Entscheidung, wann sie sich selbst damit konfrontieren. Möglicherweise liegt es eben genau daran, dass ich nie ein Superfan war, dass ich bei David Bowie diese Problematiken leichter thematisieren kann – seine Musik bedeutet mir weitaus mehr als der Mensch Bowie, und auch da sind es mehr einzelne Stücke als das Gesamtlebenswerk. Und das Grundgefühl, dass es okay ist, ja sogar zelebriert werden darf, anders zu sein. Denn für seine Zeit war Bowie schon ziemlich anders. Und von denen, die anders sind, gibt es weiß Gott nie genug.

Ja.

Scheiße.

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