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Schnee. Schnee. Den ganzen Tag Schnee. O wie tut das weh, wenn ich das Reh im Schnee stehen seh.

Okay, ich hab zwar kein Reh draußen gesehen, nur den Sohn, den Mann und den Hund – ich bin ja mehr so Drinnie und heute sowieso unzurechnungsfähig, weil letzte Nacht wieder beschissen geschlafen, weil irgendwer um Mitternacht geböllert oder geballert hat. Tippe auf Ersteres. Nur kurz den schlaftrunkenen Mann gefragt, ob ich geträumt habe oder ob er das auch gehört hat. Die ziemlich einseitige Diskussion mit „Na ja, wenn die Polizei nicht kommt, war’s wohl Feuerwerk“ beendet.

Mit dem Sohn „Toy Story“ geguckt. Er wollte eigentlich „Toy Story 3“ gucken, aber nüscht da, mein Kind, wenn ich schon die Star-Wars-Prequels gucke, fängst du mir nicht mit dem dritten Teil einer Noch-Trilogie an. So weit kommt’s noch. Immerhin, er macht Fortschritte in Sachen „Das ist mir zu gruselig“, will sagen: Er fordert jetzt nicht mehr, dass wir gleich ausschalten oder mit dem Vorlesen aufhören, er versteckt sich nur noch hinter dem Sofa, nachdem wir ihm versichert haben, dass die Sache ein gutes Ende nimmt. Und es beruhigt mich ein bisschen, dass er bei traurigen Liedern in Trickfilmen eine zitternde Unterlippe kriegt. Ganz die Mama.

Wobei, bedenken wir: Das sind erst die traurigen Pixarlieder, und Pixar ist nun mal in Sachen herzzerreißende Musik zweite Wahl im Vergleich zu den traditionellen Disney-Animationsfilmen.

Meistens.

Ja, okay, es gibt Ausnahmen.

Oh Gott, hoffentlich will er nicht bald „Toy Story 2“ gucken.

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