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Ha, jetzt hätte ich fast „1“ in den Titel geschrieben, von wegen neuer Monat und so. Neenee, ich numeriere das jetzt hübsch bis 366 durch, sollte ich so weit kommen. Allerdings war der Januar irgendwie so urghs und übel und schlimm (Alan Rickman. I still can’t.), dass so eine „1“ als Neubeginn auch ganz schick wäre. Einfach mal behaupten: „Januar? War da was? Nö. Nicht doch. Wann geht Bowie auf Tour?“ (Schnief!)

Manchmal denk ich mir, ich sollte diese tägliche Bloggerei ja eher auf den frühen Morgen verlegen, wenn das Kind noch schläft, und mein Hirn – im Gegensatz zu Abends – noch funktionstüchtig ist. Nur: Mein Hirn ist morgens noch nicht funktionstüchtig. Meh. Natürlich, der Vormittag würde sich anbieten, wenn der Sohn im Kindergarten ist, aber da muss ich mein Lauf-Wii-Spiel spielen oder Einkaufen oder in irgendeiner Ecke der Wohnung sitzen und überlegen, was ich alles tun wollte, während der Sohn im Kindergarten ist.

Wir folgern: Mein Hirn ist derzeit in einer ständigen Phase eingeschränkter Funktionstüchtigkeit. Ich habe ja die minime Hoffnung, dass sich das ein bisschen legt, wenn ich mich mal wieder ein paar Tage kümmern darf, und zwar woanders als hier hinter den sieben Bergen mit den zwei Zwergen und dem Riesen. Kurz gesagt, ich freue mich sehr darauf, demnächst ein Wochenende nach Berlin fahren zu dürfen. Mit dem Nachtzug, worüber ich derzeit erst recht dankbar bin, denn Fliegen ist jetzt nicht meine größte Leidenschaft, wenn ich gesund bin, und ich musste mal mit Sinusitis nach Australien fliegen. Not much fun was had.

Ich hab zwar derzeit leise Befürchtungen, dass ich in Berlin nur schlafen und rumzappen werde, aber gerade um mir diese dekadente Option offen zu lassen, habe ich noch überhaupt keine Pläne gemacht. Morgen wird das Berlinaleprogramm veröffentlicht, vielleicht finde ich da etwas, ansonsten mag ich das Sich-Treiben-Lassen an Alleineferien mehr als alles andere. Deswegen: Ja keine vorgängigen Verpflichtungen eingehen! Möglicherweise brülle ich dann in Berlin selbst bei Twitter rum, ob sich wer mit mir treffen mag, und bin dann sehr beleidigt, wenn natürlich niemand Zeit hat. Mal schauen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal ohne die-ärzte-Bezug in Berlin war. Ich weiß aber garantiert, dass ich nichts mit die-ärzte-Bezug unternehmen werde bei diesem Besuch jetzt. Nüschte.

Und wo wir gerade von Plänen und Nichtplänen sprechen: Lesley Kinzel verlässt xojane und das betrübt mich sehr, aber was sie darüber schreibt, ist natürlich mal wieder hochgradig lesenswert:

There’s a truth that all the positive uplifting destroy-your-goals-you-boss-person memes don’t tell you. That truth is that believing in yourself is actually terrifying. Terrifying! It’s not soft and pink and glittery; it’s laborious and ambitious and if it looks glittery that’s only because it’s made of extremely coarse sandpaper. It requires you to put all your faith in your own competence, and to rely on your persistence and effort to turn your life into something you really, really want. It means you have to cultivate an unshakable faith in your abilities to do things you’ve never done before, and to accomplish goals where even trying feels impossible.

Einige meiner Vorsätze für 2016 (ja, ich hab Vorsätze, immer!) sind schon wieder mehr oder minder flöten gegangen, aber wo ich gerade beim Verlinken bin: Lifehacker gibt gute Tipps, wie eins mit kleinen Anfängen irgendwann große Veränderungen erreichen kann. Ich hab mir nach der Lektüre gleich mal die Duolingo-App für Italienisch runtergeladen, obwohl es vielleicht besser gewesen wäre, eine Sprache zu wählen, die ich nicht schon halbwegs radebrechen kann. Aber falls wir dieses Jahr wieder den Urlaub auf irgendeinem italienischen Campingplatz verbringen, ist es möglicherweise gar nicht schlecht, wenn ich nicht jeweils die Hälfte jedes Satzes vortanzen muss.

Und einen Link hab ich noch: Ich geh jetzt nämlich diesen Gugelhupf aus der Form popeln. Drückt mir die Daumen, dass es kein versehentlicher Schüsselkuchen wird.

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