37

Im Gegensatz zu gefühlt allen anderen Eltern dieser Welt mag ich Indoorspielplätze. Ich mag auch Outdoorspielplätze, aber die überdachte Variante hat zwar weniger frische Luft und mehr gebündelten Lärm, aber dafür folgende nicht zu vernachlässigenden Vorteile: Toiletten. WLAN. Kaffeezufuhr. Kurz: Win.

Ich bin zugegebenermaßen aber auch die Mutter, die ihr Kind sowohl draußen als auch drinnen auf dem Spielplatz einfach mal zum Spielen schickt und sich dann nicht weiter kümmert. Der Sohn weiß, dass er vorbeikommen kann, wenn was ist, und das tut er auch. Ansonsten mische ich mich nicht ein. Auf dem örtlichen Draußenspielplatz quatsche ich dann meistens mit den anderen Müttern, die ich kenne, bei Indoorspielplätzen surfe ich im Netz oder blättere in einem Buch oder einer Zeitschrift. Mir ist auch klar, dass das für manche Spielplatzbesucher*Innen rabenmutterig wirkt, aber je nun. Für mich ist Spielplatz deswegen eine willkommene Abwechslung, weil ich zuhause mangels Geschwisterkindern für den Sohn die Hauptanlaufstelle für Bespaßung bin, und ich sag ganz offen: Das empfinde ich irgendwann als anstrengend, und da ist dann eine Pause in Form von Hüpfburgen und ähnlichen Einrichtungen sehr willkommen.

Insofern verstehe ich es auch absolut und begrüße es, wenn Kindergeburtstage in Indoorspielplätzen stattfinden. Okay, als Eltern ist eins dann halt auch anwesend im Gegensatz zu Zuhausegeburtstagen, aber ich kann mich ja mit dem Mann unterhalten. Oder mit anderen Eltern. Irgendwas ergibt sich immer. Wir waren heute bei so einem Indoorspielplatzgeburtstag, und der Sohn hatte offensichtlich mordsviel Spaß. Und mordsviel Essen. So muss das an Kindergeburtstagen.

Bisher haben wir den Geburtstag des Sohnes immer hier zuhause gefeiert. Ich muss dann jeweils aufpassen, dass ich nicht zu pinteresty in meinen Vorbereitungen werde, aber mittlerweile hab ich da ein halbwegs brauchbares Mittelmaß zwischen meinem Perfektionismus/Präsentierbedürfnis und den Ansprüchen des Sohnes gefunden. Dem ist es nämlich egal, ob die Star-Wars-Girlande hübsch aussieht, Hauptsache sie ist als solche erkennbar. Ich meinerseits hoffe, dass ich ihm damit auch ein wenig mit auf den Weg geben kann, dass es vor allem wichtig ist, sich Mühe zu geben und Zeit in die Interessen der Gegenüber zu investieren. Wie toll das Endergebnis ist, darf ruhig auch mal zweitrangig sein.

Möglicherweise merkt die geneigte Leserschaft es: Ich versuche hier gerade, extrem müde und unter Einfluss von starken Erkältungsmedikamenten einen halbwegs sinnigen Blogeintrag zu schreiben und es gelingt mir nicht. Nun ja. Ich glaub ich lass das mal lieber.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.