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Ich könnte mich ja jetzt auslassen über Stephen Fry und seinen „Ihr seid gemein, ich nehm jetzt mein Spielzeug und geh heim“-Twitterabgang, der allerdings absolut sein gutes Recht ist, genauso wie das Beleidigtsein über die angeblich immer Beleidigten, aber das Stichwort in dem Zusammenhang wäre „Misogynie bei homosexuellen Männern“, und das wäre endlos. Ich empfehle „The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert“ als Anschauungsmaterial, auch wenn es mir in der Seele weh tut, denn irgendwie lieb ich den Film halt trotz seiner massiven Problematik.

Oder ich könne erläutern, warum ich zwar verstehe, dass die Plus-Size-Indiedesigner*innen stinkig sind ob der „zu teuer“-Kritik an Beth Dittos neuer Kollektion, aber dann müsste ich genauer auf das Thema „Ungleiche Ausgangslage oder warum Beth Ditto aufgrund ihres Ruhms, ihrer Connections und finanziellen Möglichkeiten nicht mit euch anderen Designer*innen auf einer Ebene steht, mal abgesehen von ihrer Biographie und den damit zusammenhängenden Hoffnungen finanziell eingeschränkter Leute, dass sie Verständnis für ebensolche Probleme haben könnte“ eingehen, und ganz ehrlich: Dafür sind mir die Klamotten einfach nicht hübsch genug.

Außerdem hat der Sohn gesagt, dass heute Spaßtag ist. Also bitte.

(Wie ich mir mit 12 oder so mit der Nagelschere mal heimlich nen seitlichen Undercut à la Cyndi Lauper verpasst habe und die Haare dann immer drübergekämmt habe, damit es niemand sieht.)

(Never gonna live my life right.)

(Always wanting to be the one walking in the sun.)

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