70

Moment, ich muss mal kurz durchatmen. Hhhhhhhh… pffffft. So, jetzt. Irgendwie hab ich das Gefühl, den ganzen Tag noch nicht zur Ruhe gekommen zu sein. Was vermutlich daran liegt, dass ich irgendwie derzeit eine ganz fürchterliche Knapp-daneben-Phase habe. Kennt das sonst auch noch wer? Egal was ich unternehme, irgendwie geht alles knapp daneben.

Beim Rückwärtseinparken erst im Schneehaufen stecken bleiben, und dann (zum Glück ganz sanft, nur so ein Hauch auf die Wange!) den Zaun küssen, ein veganes Muffinrezept mit Avocado statt Butter erfinden, die Muffins probieren und sie mit lautem „Huä, Buäh, Pfui, man reiche mir den Zungenschaber!“ in den Müll werfen. Klumpigen Kartoffelbrei machen, der dann auch noch im Topf anbrennt. Einen Zopf backen, der aussieht, als ob ihm jeden Moment Gremlins entsteigen. War zwar beides trotzdem lecker, aber halt so… enervierend. Ganz zu schweigen vom Sohn, der mal wieder eine Phase hat. Ihr wisst schon, so eine Woche, in der die Eltern irgendwann „Esistnureinephaseesistnureinephaseesistnureinephase“ als stoßgebetartiges Mantra vor sich hin murmeln. Und wenn halt mein Knappdaneben und seine Phase aufeinander treffen… nun, sagen wir es mal so: Morgen werde ich ein lautes „TGIF!“ von mir geben.

Aber erst nachdem der Mann den Sohn geholt und zum Fußball gebracht hat. Sicher ist sicher.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.