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Heutiger Tag mit magen- und auch sonst verstimmtem Kind, aber immerhin konnte er dann mit ein wenig Basteln und Vorlesen halbwegs versöhnt werden. Machen wir uns allerdings nichts vor, wenn der Sohn sogar Nudelsuppe ablehnt, weil er „keinen Appetit“ hat, ist definitiv etwas faul. Je nun, schauen wir mal, wie die heutige Nacht wird. Mir wäre es ganz recht, wenn er morgen kindergartenfit wäre, denn abends ist der Mann bei einer Thees-Uhlmann-Lesung, und die Vorstellung, dass ich ein eigentlich fittes Kind den ganzen Tag inklusive Abend zuhause habe…

… na ja, wenn’s sein muss, macht ja dann auch Spaß jeweils, und wenn er in die Schule kommt, geht’s ja nicht mehr so einfach. Außerdem haben wir letzte Woche kein einziges Drei-???-Kids-Buch fertiggelesen. Geht ja mal gar nicht.

Nebenbei plane ich Ostern, so ausflugs- und essenstechnisch. Der Sonntag wird eh mit Ostereiersuche und Essen gefüllt sein (ich hab natürlich rechtzeitig zu Ostern eine „Kükenschreddern uaaaah, ich möchte auch keine Eier mehr essen“-Anwandlung gekriegt, sei’s drum), am Montagvormittag gehen wir zum Ritter-Rost-Kasperletheater, eventuell fahren wir am Freitag oder Samstag noch in einen Freizeitpark. Da wir vermutlich keinen Besuch kriegen – ich hab zumindest niemanden eingeladen, aber wenn wer vorbeikommen möchte, bitte sehr – , wird kein Riesengelage veranstaltet. Ganz sicher mach ich entweder für uns oder für den Kindergarten Ostertübeli aus Zopfteig. Und irgendein Fleisch wird’s vermutlich geben, also für die Jungs. Auch wenn ich die Gedanken „Der Sohn Gottes ist gestorben und wieder auferstanden, lasst uns ein Babyschaf schlachten“ oder noch besser „Kommt, wir essen den Osterhasen“ ziemlich abstrus finde – ich mag meine Ernährungsentscheidungen nicht zwanghaft auf den männlichen Teil der Familie übertragen.

Apropos, das bringt mich zu einer Frage, die mich schon eine Weile beschäftigt: Ich weiß, dass es da draußen im Internet diverse Familien gibt, bei denen sich die Mütter vegetarisch oder sogar vegan ernähren – aber was ist mit den Vätern? Gibt es auch Familien, in denen der Vater tierproduktfrei isst? Und wenn ja, wie wirkt sich das auf die anderen Familienmitglieder aus? Kocht er dann für sich alleine was, passen sich die anderen an, wie läuft das?

Ich werf das mal so in den leeren Raum.

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