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„Ich hab heute im Kindergarten erzählt, dass ich schon A, I und O rülpsen kann!“

So stolz. Bin ich.

Vielleicht verblogge ich stattdessen mal eben ein Pi-mal-Daumen-mal-Handgelenk-Standardrezept. Also. Tomatensuppe mit Reis. Hatten wir das schon?

Geht auf jeden Fall so:

Suppengemüse (ungefähr so eine Stange Porree, zwei Stangen Staudensellerie oder einen Drittel Knollensellerie, ein bis zwei Karotten, eine Zwiebel, zwei bis drei Knoblauchzehen) putzen und in einigermaßen kleine Würfel schnibbeln. In einem Topf in grob geschätzt zwei Esslöffeln Öl etwas anbraten bzw. dünsten. Ein bis zwei Esslöffel Tomatenmark dazu, Salz, Pfeffer, nach Belieben ein paar Chiliflocken, gerne etwas Paprika. Dann diverse Tomaten kleinschneiden – ich nehme gerne halbierte Cherrytomaten und geachtelte Rispentomaten, was halt grad zur Verfügung steht, gestern waren es eine 250g-Packung Cherrytomaten und vier Rispentomaten – , diese auch beigeben, eine Runde weiterdünsten, eine 500g-Tüte passierte Tomaten dazu, die Tüte nochmal mit Wasser füllen und das auch dazugeben. Währenddessen den Wasserkocher mit so ungefähr einem Liter Wasser füllen und das dann zur Suppe kippen, wenn es kocht. Die ganze Sache eine Weile brodeln lassen, je länger, desto besser, ich sag mal: So 20 Minuten sollten es schon sein. Dann mit dem Pürierstab durch, bis kein Gemüse mehr erkennbar ist, sonst wird es ja nicht gegessen, nicht wahr. Mal eben probieren, ob irgendwie noch nachgewürzt werden muss, ich bin da auch gerne mal so hemmungslos, noch etwas Fertigbrühepulver reinzugeben, um den Geschmack abzurunden. Böse böse Übelmutter, ich weiß. Reis dazu, Reis in der Suppe gar kochen. Der Sohn mag die Suppe sehr dick und reisig, ich auch. Dünne Suppen können uns gestohlen bleiben.

Große, große Party ist es natürlich, wenn ich kurz vorm Servieren noch Wienerle reinschnibble. Mach ich aber selten, die Suppe wird auch so gerne gemampft. Und das trotz Gemüse, hurra!

(Und das war Episode 325 in der Serie „Warum ich keine Kochbloggerin bin“)

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