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Wenn mal der Hund nicht für absurde Unterhaltungen sorgt, ist es das Kind. Beweise gefällig? Bitte sehr.

Heute früh um sechs wurde wieder kampfgehustet, also okay, einen zweiten Tag zuhause bleiben, im Kindergarten geht das ja noch. Dann, irgendwann gegen acht platzt er ins Schlafzimmer: „HALLO SCHÄTZCHEN! MÖCHTEST DU EINEN KUSS?“
Meine Antwort muss ungefähr „Wrbl? Brbdlf?“ gelautet haben. Aber nun gut, dann halt aufstehen, Frühstück machen. Ich bringe ihm den Teller hoch, bei Krankheit gönnen wir uns den Luxus, im Wohnzimmer zu essen und den Fernseher laufen zu lassen. Und den Luxus von Spiegelei und Würstchen für ihn als erste Mahlzeit des Tages, wenn es denn nicht Nudelsuppe sein soll. Er wirft einen Blick auf den Teller und streckt mir die Hand zum Schütteln entgegen: „Danke! Sehr gut, eine ordentliche Portion! So kommen wir ins Geschäft!“

Ich so, in Gedanken: „Was zum… ?!“

Offensichtlich bin ich in einer 60er- oder 70er-Jahre-Sketchshow gelandet. Mommy Python’s Frying Circus.

(Und über den Nachmittag, als er mir mit verschwörerischer Miene erkläre, er sei Team Captain America, aber er vermute, Papa sei Team Iron Man… nee, darüber reden wir jetzt nicht.)

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