Dinge von denen – Kinderkram

Kinder beschenken. Nun. Ist ja eigentlich theoretisch nicht schwierig, denn Kinder wollen immer alles haben und sind oft mit irgendwas glücklich. Heikel wird es gerne mal, wenn das entsprechende Begeisterungszeitfenster überschritten wird – als Beispiel sei hier die Ninjago-Faszination des Sprößlings genannt, die dazu führte, dass ich diverse Folgen der Serie aufgezeichnet habe. Die jetzt so auf dem Festplattenrekorder rumdümpeln, denn derzeit ist Feuerwehrmann Sam angesagt. Inklusive der vom Kind neu hinzugefügten Titelliedzeile „Norman Price baut den größten Scheiß“. Nun, ich hab mir die Sendung mit angeguckt, und was soll ich sagen: Wo der Sohn recht hat…

Wir haben dem Kind dieses Jahr zum ersten Mal einen Spielzeugkatalog in die Hand gedrückt und gesagt „Mach Eselsohren rein, wenn du was siehst, das du haben willst. Das heißt aber nicht, dass du alles kriegst, was du haben willst“. Das war auch mehr so als Entscheidungsfindungshilfe für die Großeltern gedacht, da wir bereits klare Ansagen gekriegt haben, was er sich von uns wünscht (ein Mikroskop – er kriegt das hier, weil altersgerechter als ein „echtes“ Mikroskop). Ansonsten handhabe ich es ähnlich wie bei meinem eigenen Amazon-Wunschzettel, das heißt: Wenn ich im Laufe des Jahres merke, dass er sich für etwas besonders begeistert, dann packe ich das auf seine eigene Amazon-Wunschliste. Ab und zu streiche ich wieder was – stimmt, die Ninjago-Sachen könnten vermutlich derzeit weg -, ab und zu ergänze ich etwas. Und eigentlich sollten wir schon lange mal seinen alten Kram ausmisten. Immerhin, die ausgebrannte Hülle einer Silvesterrakete, die er vor Jahren mal gefunden hat, darf ich jetzt wegwerfen, hat er gemeint. Ich müsste sie nur mal finden.

Ich finde das Konzept Amazon-Wunschliste gerade bei Kindern extrem praktisch, weil ich bei Nachfragen von Verwandten einfach darauf verweisen kann. Auch wenn dem Sohn vermutlich derzeit viel zu viele Bücher drauf sind und zu wenig Spielzeug. Andererseits kann sich das demnächst ändern, denn gerade ist Lesenlernen angesagt, und bei jedem in der freien Wildbahn entdeckten Ma, Me, Mi, Mo oder Mu wird lauthals vorgelesen. Also: Bücher gehen immer.

Was bei uns auch immer geht, sind die Spiele von „Mauseschlau & Bärenstark„. Ja, gerade wenn es um andere Völker geht, sind auch Aktionen dabei, die mir etwas unangenehm sind. Da rede ich halt mit dem Kind drüber, wie ich das bei schwierigen Inhalten jeglicher Art meistens tue. Aber für ihn ist es halt ein großer Spaß, wenn er sein Wissen unter Beweis stellen kann. Oder wenn Mama jodelt und Papa schuhplattelt. Für mich auch. Also Letzteres.

Der Vorteil an den Spielen ist auch, dass es sie in verschiedenen Größen gibt – wir haben zwei von der Mitbringspielvariante und ein großes Spiel. Und vermutlich werden es noch mehr.

(Nein, ich kann nicht jodeln. Ich bin auch eine ganz schlechte Skifahrerin, und von Fondue bzw. Raclette krieg ich Bauchschmerzen. Hat sich was mit Klischees. Den Allgäuer Emmentaler könnt ihr trotzdem behalten.)

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