Fleisch ist sein Gemüse. Nee, Fleisch ist sein Fleisch.

Der Sohn. Ein Fleischfresser vor dem Herrn. Wenn er bestimmen könnte, sähe sein Speiseplan so aus:

Fleisch
Wurst
Eier
Fleisch
Nudeln
Wurst
Brot
Fleisch
Joghurt
Wurst
Käse
Fleisch
Obst
Wurst

Und Süßkram und Chips, aber eher selten.

Was fehlt? Genau, Gemüse. Das ist natürlich nicht sonderlich erstaunlich – Kinder und Gemüse, das sorgt bekanntermaßen oftmals für Probleme. Wirklich gestresst bin ich deswegen nicht, ich wär halt nur froh, wenn ich die Fleischmassen etwas reduzieren könnte, denn ich versuche eigentlich, mich möglichst fleischlos zu ernähren. Und supergesund ist es ja auch nicht. Nur: Wie sag ich’s meinem Kinde? Weiterlesen

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Zwiespaltspagat und Depressionsdümpeln

Erstens mal: Einen wirklichen Spagat hab ich einmal in meinem Leben geschafft. Versehentlich. Ist nicht empfehlenswert. Den Lebensspagat hingegen leg ich tagtäglich hin, mal besser, mal schlechter. Ihr wisst schon, die Vereinbarkeiten von Mutterschaft, Moderne, Tradition, Frauenbildern, Feminismus, Onlinewelt, Offlinewelt … manchmal wünsch ich mir, ich wär ein Tausendfüßler, so viele Spagate mach ich selbst als nicht erwerbstätige Mutter.

Außerdem haben Tausendfüßler sicher weniger anstrengende Schönheitsideale. Weiterlesen

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Isn’t it ironic?

Guten Morgen. Frau Tugendhulk hier, ich hab mal wieder etwas Furor zu verbloggen. Keine Sorge, ich hab drüber geschlafen, ich koche also nicht mehr über, ich brodle nur so ein bisschen auf kleiner Flamme vor mich hin. Aber das Thema hat nun mal den Gemischtwahnlädchen-Test nicht bestanden, d.h. eine Nacht später rege ich mich immer noch drüber auf. Also. Reden wir mal wieder darüber, was Humor ist, was Humor darf und was Humor sollte. Im weitesten Sinne. Weiterlesen

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Bett-i Bossy

Ich bin müde. So müde. Nicht im asterixinischen Sinne der Häuptlingsamtsmüdigkeit (Häuptling? Ich? Ha, ich bin hier der Kindesbutler/Pausenclown!), sondern im Sinne von: Schlaf. Oh Gott, was brauch ich Schlaf. Einerseits geht’s mir derzeit psychisch nicht so gut, da hapert es eh mit dem Ein- und Durchschlafen. Aber andererseits liegt es halt auch am Boss unseres Ehebetts. Nee, das ist nicht der Mann (der hat ungefähr denselben Posten inne wie ich). Das ist der Sohn. Abgrundtiefer Seufzer, um es noch mal asterixinisch zu beschreiben. Weiterlesen

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Wie hast du’s mit der Religion?

Bastian balanciert nach dem Einkaufen mal wieder auf der Mauer des örtlichen Supermarkts und beobachtet die Welt – Gucken geht immer nur in die Richtung, in die man gerade nicht unterwegs ist. Da hilft es auch nicht, wenn ich ihm immer wieder erkläre, dass er auf die Autos achten soll. Oder auf den Weg. Oder auf den Pfosten, der ihm gleich den Weg versper- okay, alles klar, er hat ihn doch irgendwie wahrgenommen. Vermutlich hat er irgendwo einen Radar eingebaut.

Da kommt wieder ein Laster, und er zuckt zusammen. Mit lauten Geräuschen hat er es nicht so, der Sohn. LKWs sind störend, der Handmixer war auch lange problematisch, und ui ui ui, diese Dyson-Airblade-Händetrockner auf öffentlichen Klos? Geht. Überhaupt. Nicht. Interessanterweise sind laute Geräusche allerdings gar kein Problem, wenn er sie produziert. Im Gegenteil, sie sind ein stetiger Quell der Freude. Für ihn.

Oh, dieser Laster hingegen ist interessant! Er hat gleich zwei Bagger geladen, einen Raupenbagger und einen mit normalen Rädern. Das bestätigt mir Bastian dann auch gleich: “Guck, ein Buddel und ein Baggi! Der Buddel hat Gliederketten.” Es ist erstaunlich, was bei dem Kind so hängenbleibt von dem Zeug, das er hört, liest und guckt.

Neulich:
“Bastian, du bist kurz vor einem Wachstumsschub, glaub ich. Du bist gerade wieder etwas quadratisch.”
“Haha, ich bin ein Würfel!”

Und am Wochenende, als er mit seinen “Taschenlampen”, zwei IKEA-LED-Kerzen unter die Kommode im Schlafzimmer leuchtete: “Oh, da ist etwas! Kommt, wir holen das alle zusammen raus!”, im besten Micky-Maus-Wunderhaus-Tonfall.

Diesmal also ist es Fachsimpelei aus Bob der Baumeister, die er vom Stapel lässt. Und gleich darauf: “Die fahren bestimmt zur Kirche.” Nun ist die katholische Kirche zwar gerade in Sichtweite, sie sieht aber überhaupt nicht kaputt aus. Aber der Sohn insistiert: “Die Kirche muss repariert werden!”
“Aber wieso ist sie denn kaputt gegangen, Bastian?”

“Da hat jemand zu heftig gebimmelt.”

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Die FalschmacherInnen: Ein Appell

Heute früh wurde mir ein HuffPo-Artikel in die Facebooktimeline gespült, in dem es sich darum drehte, dass wir unseren Kindern keine “magische” Kindheit bieten müssen. Sprich: Wir müssen uns nicht ständig darum kümmern, dass das Kind spannende Momente erlebt, weil das Kind sich seine spannenden Momente auch selber suchen kann.

Eigentlich stimme ich dieser Ansicht zu. Eigentlich. Womit ich kurz haderte, war die für mein Empfinden unterschwellig vorhandene Suggestion, dass Eltern, die ihren Kindern eine “magische” Kindheit bescheren wollen, etwas falsch machen. Kommt euch vage bekannt vor, dieses Gefühl? Aus so ziemlich jedem Beitrag über Eltern, über den man im Internet und anderen Medien so stolpert? Jep, geht mir auch so.

Und ich habe für mich einen Entschluss gefasst: Ich mach da nicht mehr mit. Weiterlesen

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FFFC März: Angrill-Barbie

Oder auch: Mein Kroppzeug photobombt besser als Cumberbatch.

Im März steht bei der Fatty Fashion Fun Challenge das Thema “Barbie” auf dem Programm. Nun hatte ich wider jegliches Erwarten viel weniger Pink im Kleiderschrank als gedacht, und neuen Kram anschaffen ist ja auch nicht Sinn der Sache. Also hab ich mich mehr so Richtung Malibu Barbie orientiert und auf Türkis gesetzt.

Und nee, Barbie hatte keine Lust zu bügeln. Frisch lackierte Nägel, Leute!

fffc1 Weiterlesen

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Stell dir vor, es sind Mommy Wars …

… und keine geht hin. Schwierig, nicht? Wobei, ehrlich gesagt: Ich finde den Begriff “Mommy Wars” fürchterlich. Denn schließlich geht es nicht immer nur um vermeintlich nichtige Themen, nicht immer nur um vermeintliche Überempfindlichkeit und Intoleranz, und vor allem geht es nicht immer nur um Mütter, verdammt. Aber hey, mit “Mütterkrieg” kann man als Frauenthemen empfundene Diskussionen ja so schön abwertend einordnen …

… nun denn. Stell dir also lieber mal vor, dass jede Mutter das Beste für ihr Kind will und sich persönlich verletzt fühlt, wenn ihr von anderen suggeriert wird, dass sie dabei versagt. Zum Beispiel, weil sie ihr Kind nicht ohne medizinische Hilfsmittel zur Welt gebracht hat, oder wie der viel diskutierte Twitter-Hashtag sagt: Nicht #selbstgeboren.

Ich hatte einen Kaiserschnitt. Hier ist seine Geschichte. Meine. Unsere. Triggerwarnung für Fehlgeburten und grafisch beschriebenes Medizingedöns. Und ja, ich komme am Ende wieder auf #selbstgeboren zurück, aber der Kontext dazu ist meiner Ansicht nach wichtig.
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Meltdown

Gestern hatte Bastian einen dieser öffentlichen Wutanfälle, wie sie vermutlich alle Eltern kennen. Ich finde das englische Wort “Meltdown” dafür ganz passend, denn mein Sohn verschmilzt in diesen Momenten tatsächlich zu einem kleinen, schreienden, um sich schlagenden Wutball mit tausend Armen und Beinen. Das ist, gelinde gesagt, nicht schön. Aber es ist nun mal egal, wie ich es finde, ich muss damit umgehen. Und weil ich den Meltdown gestern in meinen Augen recht gut gemeistert habe, will ich jetzt mal beschreiben, wie ich das im Idealfall mache. Und nein, der Idealfall findet nicht immer statt, deswegen ist das hier vor allem auch eine Anleitung an mich selber. Mittels Apronym. Ich mag Apronyme.
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