Trendfasten

Ja, das wird vermutlich jetzt so ein „Ich hab nichts gegen Fastende, einige meiner besten Freunde fasten“-Text. Sei’s drum.

Mir begegnen derzeit überall im Internet die Fastenbeschlüsse, die Fastenbekenntnisse und die Fastenaufrufe. Was befastet werden kann, wird befastet, wer nicht fastet, ist nicht im Trend, und Fasten ist das neue Schwarz. Letztendlich denk ich mir „Hey, macht was ihr denkt“, aber bevor ich zum Letztendlichen komme, geht mir eben auch Diverses durch den Kopf. Weiterlesen

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Ein Standpunktsalat

Überall wird gerade immens betont, dass „wir“ ja gerade jetzt, nachdem Trump gewählt wurde, mit „denen“ reden sollen. Raus aus der „Filterbubble“, weg mit der „Arroganz“, mehr Demut für die „Eliten“!
Warum die ganzen Anführungszeichen? Nun, gehen wir das mal der Reihe nach durch: 1. Meiner Ansicht nach gibt es selten ein wirklich klar definiertes „wir“ und „die“, denn die Probleme in unserer Gesellschaft sind oftmals viel weniger persönlich als systemisch. 2. Ja, ich habe mir eine Online-Filterbubble erschaffen, in der ich möglichst Gleichgesinnte sammle. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht mitkriege, was die Menschen sagen, die anderer Meinung sind als ich. Für mich ist meine Blase schlichtweg ein Ort, in dem ich meistens das Gefühl habe, nicht komplett falsch zu liegen mit meinen Ansichten. Solche Ecken im Internet suchen sich übrigens sehr viele Leute, nicht nur die 3. vermeintlich arrogante Elite. Wisst ihr, ich streite nicht im Geringsten ab, dass gerade in meiner politischen Ecke der Ableismus und Klassismus grassiert, dass viel zu oft die intellektuellen Fähigkeiten der Andersgesinnten in Frage gestellt werden und ihr ökonomischer Status als selbstverschuldete Vorverurteilung benutzt wird. Das ist absolut so, das ist widerlich, das muss aufhören.

Aber. Weiterlesen

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Bundestugendspiele

Durch meine Twitter-Timeline geistert seit Tagen ein Thema: Bundesjugendspiele abschaffen, ja oder nein? Hintergrund der Diskussion ist eine Petition von Mama arbeitet, und natürlich wird das Thema wie so viele im Elternuniversum (aber nicht nur dort!) ziemlich emotional behandelt. Und ebenso natürlich habe ich eine Meinung dazu. Weiterlesen

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Denk doch mal jemand an die Polyester!

Ich kauf ja nix bei Bonprix, lege aber hiermit gleich fünf imaginäre Euro ins schlechte-Reime-Schwein. Vermutlich hab ich da snobistische Anwandlungen, aber manche Läden/Kataloge kommen mir doch irgendwie ein bisschen zu billig daher. Und ja, natürlich ist es naiv zu glauben, dass irgendjemand, der in die Herstellung oder den Verkauf der Klamotten involviert ist, enorm viel besser dran ist, wenn ich stattdessen bei C&A einkaufe. Ist mir auch klar. Aber Mode aus Läden wie Takko, KiK oder eben Katalogen wie Bonprix geht meistens an meinem Radar vorbei. Was an und für sich komisch ist, denn gerade dort findet man oftmals mehr Plus-Size-Kleidung als im „normalen“ Klamottenladen. Trotzdem: Findet bei mir halt nicht so statt. Nur wenn ich grad mal wieder was in der Timeline mitkriege. Wie zum Beispiel die neue Maite-Kelly-Kollektion, die mir gerade mehrfach bei Twitter begegnet ist. Nun ist es so: Die Kellys sind mir ziemlich egal, ich werte also nicht den Namen ab. Aber die Mode. Also, die „Mode“. Seufz. Weiterlesen

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Not your inspiration

(Content Note: Diet talk (nicht im Sinne von Gewichtsverlust), Essstörungen, Fäkalien, fehlgeleitete Inspiration, Fat Hate, Gefluche … na ja, das Übliche vermutlich. Seufz.)

Ich arbeite derzeit an meiner Ernährung. Nein, das bedeutet nicht automatisch gleich „Ich will abnehmen“. Natürlich gibt es da in meinem Hinterkopf das Stimmchen, dass sich bei jeglicher Veränderung der Essgewohnheiten denkt „Und vielleicht nehme ich ja auch ab dabei, yay!“, aber das ist nicht meine Hauptmotivation, und ich mag dem Stimmchen auch nicht wirklich irgendwelche Aufmerksamkeit schenken – es wird, genau wie meine diversen Essstörungen, vermutlich immer da sein. Ich muss ihm aber nicht gestatten, mein Leben zu dirigieren, ich streck ihm einfach den mentalen Mittelfinger entgegen und gut ist. Weiterlesen

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Bla, bla und bla

Hier sitz ich nun, ich arme Törin, und weiß so viel wie … äh, vörhin?

Was ich sagen will: Ich sollte mal wieder bloggen. Ich möchte mal wieder bloggen. Aber ich finde keinen Anfang. Klar, lustige Bastiangeschichten gibt es immer, aber wenn ich die auf Facebook oder Twitter erzählt hab, mag ich die nicht auch noch hier verbreiten, und das sind eh meistens so kurze Bonmots, und überhaupt … Blogparaden? Verpasse ich grundsätzlich. Aktuelle Themen? Dafür fehlt mir derzeit das Hirn, denn das ist gebeutelt durch diverse Krankheiten meiner- und kindseits, Reisen, dieses und jenes. Und … ich mag gerade auch gar nicht darüber schreiben, wer jetzt gerade wieder homophob, rassistisch, sexistisch oder sonstwie scheiße ist. Das machen so viele andere, die großen diesbezüglichen Stürme werden eh ausgetragen. Mich belasten die Kleinigkeiten, die einzelnen Wörter, über die kaum wer stolpert, aber na ja. Wenn ich hier darüber schreibe ist das doch vor allem eins: Preaching to the converted. Wie viele Leute erreiche ich denn, denen ich mit meinen Ausführungen wirklich einen Denkanstoß vermitteln kann? Weiterlesen

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Mal schauen

Contentwarnung: Suizidgedanken, Selbstverletzung, Depressionen (ich fühl mich irgendwie verpflichtet, das da hinzuschreiben, ja)

Ich bin derzeit gerade daran, meine Antidepressiva zu reduzieren. Ja, mit dem Segen und unter der Kontrolle meines Arztes, keine Sorge. Ich bemerke auch nicht wirklich heftige Nebenwirkungen, die „Brain Zaps“, die beim Ausschleichen von Citalopram üblich zu sein scheinen, haben sich bei mir noch nicht bemerkbar gemacht. Zugegebenermaßen, ich bin auch erst seit drei Wochen um zehn Gramm runter, vielleicht passiert das noch. Eigentlich bin ich vor allem eins: Müde. So müde. Weiterlesen

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