Ach ja, montags war doch was …

… da ich im Moment meine Gedanken recht schlecht organisieren kann (Carepakete! Schickt mir Carepakete! Am besten mit einem Hulkkostüm drin!), ist es irgendwie ganz praktisch, dass ich vor Urzeiten mal die Idee hatte, montags Links zu posten. Drum, man höre und staune, gibt es jetzt als untotes Lebenszeichen meinerseits mal wieder eine kleine WWW-Rundschau. Mit viel Wut im Bauch. Siehe auch: Hulkkostüm. Weiterlesen

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Zwiespaltspagat und Depressionsdümpeln

Erstens mal: Einen wirklichen Spagat hab ich einmal in meinem Leben geschafft. Versehentlich. Ist nicht empfehlenswert. Den Lebensspagat hingegen leg ich tagtäglich hin, mal besser, mal schlechter. Ihr wisst schon, die Vereinbarkeiten von Mutterschaft, Moderne, Tradition, Frauenbildern, Feminismus, Onlinewelt, Offlinewelt … manchmal wünsch ich mir, ich wär ein Tausendfüßler, so viele Spagate mach ich selbst als nicht erwerbstätige Mutter.

Außerdem haben Tausendfüßler sicher weniger anstrengende Schönheitsideale. Weiterlesen

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Isn’t it ironic?

Guten Morgen. Frau Tugendhulk hier, ich hab mal wieder etwas Furor zu verbloggen. Keine Sorge, ich hab drüber geschlafen, ich koche also nicht mehr über, ich brodle nur so ein bisschen auf kleiner Flamme vor mich hin. Aber das Thema hat nun mal den Gemischtwahnlädchen-Test nicht bestanden, d.h. eine Nacht später rege ich mich immer noch drüber auf. Also. Reden wir mal wieder darüber, was Humor ist, was Humor darf und was Humor sollte. Im weitesten Sinne. Weiterlesen

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#notallfanz

Es ist, das wird vermutlich niemandem entgangen sein, mal wieder Fußball-WM. Mit allen Vor- und Nachteilen. Allen Debatten und Streitereien. Und nee, ich spreche hier nicht mal von den Diskussionen zwischen Fans unterschiedlicher Mannschaften. Mir geht es um die Gräben, die sich – vor allem natürlich im Social-Media-Bereich – zwischen Fußballguckern und Fußballhassern auftun. Ich bin bekennende Fußballguckerin, bekanntlich mit einer Überdosis Empathie gesegnet und extrem auf “Alle sollen sich lieb haben!” programmiert.

This is a problem. Weiterlesen

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Mut, ein Definitionsversuch

Bei Johannes Korten läuft eine Blogparade zum Thema “Mut machen”. Ich habe lange überlegt, welche konkrete Geschichte ich dazu beitragen könnte, aber: Mir fällt nichts ein.

Oh, es gibt diverse Situationen, in denen ich als “mutig” bezeichnet wurde: Ob es der Aufenthalt in Australien war, Tattoos oder Haare abrasieren – es gibt Leute, die so etwas als mutige Tat empfinden. Für mich waren diese Beispiele nicht mutig, denn sie fühlten sich richtig an und kosteten mich keine Überwindung.

Denn letztendlich verstehen wir ja unter “Mut” immer irgendwie auch, dass wir etwas tun, das wir eigentlich nicht möchten, das uns widerstrebt, das “Selbstüberwindung” kostet. Und ja, das passt natürlich, aber andererseits auch nicht. Denn letzten Endes ist es ja kein Kampf gegen das Selbst an sich, wenn man Mut beweist, sondern das absolute Gegenteil: Es ist ein Kampf für das Selbst. Weiterlesen

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Good things happen

Es ist eine Weile her, dass Ragen Chastain von Dances With Fat den Aufruf auf ihrer Facebookseite postete, dem kleinen Mops “Little Tank” zu helfen, der einen operablen Lebershunt hat. Nur: Die OP musste erst mal finanziert werden.

Nun ist es ja bekanntlich so: Ich bin eine innerliche Weltrettenmüsserin. In mir steckt eine Superheldin, nur leider keine Superkraft. Außerdem besitze ich eine bekannte Schwäche für Plattnasen. Was folgern wir daraus? Genau: DEM HUND MUSS GEHOLFEN WERDEN! Weiterlesen

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Die Wurst und “wir”

Ich geb’s zu, am späten Samstagabend haben sie mich genervt, die “Wir sollten bei allem Jubeln nicht vergessen, dass ….”-Tweets. Denn ich wollte einfach mal eine Runde glücklich sein und feiern, dass Conchita Wurst bei allen Anfeindungen einen absolut souveränen Auftritt absolviert und letztendlich beim Eurovision Song Contest sogar triumphiert hatte. Eine Runde ungetrübte Euphorie, bitte. Der Alltag darf gleich wieder ran.

Nun gut. Der Alltag ist also wieder da. Reden wir darüber.

I’m getting sick
Of you calling it ”chic”
To describe what it is that I am
when I know that I’m damned,
cause I got no own place to go

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ESC-Woche: Conchita und warum sie wichtig ist

Wisst ihr, mir ist auch klar, dass es Wichtigeres in der Welt gibt als den Eurovision Song Contest. Und dass Conchita Wurst nicht der unterprivilegierteste Mensch überhaupt ist. Natürlich steckt hinter der Kunstfigur Kalkül, natürlich ist sie auch eine aufmerksamkeiterheischende Rampensau. Aber sie ist dennoch zur – sicherlich auch gewollten – Symbolfigur eines nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch jeweils national zerstrittenen Europa geworden. So zerstritten, dass ich mich manchmal frage, ob wir diesbezüglich je zusammenfinden werden. Wer mir nicht glaubt, soll einfach die Kommentare bei Twitter oder unter jeglicher Onlineberichterstattung über Conchita lesen. Weiterlesen

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Kuttner, Mütter, Twitter

Mir ist es herzlichst egal, ob Sarah Kuttner Kinder mag oder nicht. Mir ist es herzlichst egal, ob irgendjemand Kinder im Allgemeinen oder meins im Spezifischen doof findet – im Spezifischen liegt die Person halt einfach falsch, ne.
Mir ist da etwas anderes viel wichtiger: Nämlich die Tatsache, dass jede einzelne Frau das Recht hat, sich für oder gegen Kinder zu entscheiden und das auch offen zuzugeben. Denn so sehr wir Mütter stets im Gefühl handeln, irgendwie alles falsch zu machen, so gibt es doch eine Untergruppe unter den Frauen, die augenscheinlich noch viel übler ist: Die freiwillig Kinderlosen. Weiterlesen

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Bleib gesund!

Ich muss immer ein bisschen schief lächeln, wenn mir zum Geburtstag oder sonst “Bleib gesund!” gewünscht wird. Denn die Fakten sind diese: Ich bin nicht gesund. Ich bin auch nicht krank im klassischen Sinne von eingeschränkt, bettlägerig, nicht funktionsfähig. Ich habe Typ-2-Diabetes und Depressionen. Beides Krankheiten, mit denen man meistens halbwegs problemlos leben kann, und Krankheiten, die man mir nicht ansieht. Das ist einerseits natürlich von Vorteil für mich, weil ich mich so nicht mit den üblich üblen Reaktionen wie Mitleid, übergriffiges Hilfsbedürfnis, intrusive Fragen oder stummes Gaffen herumschlagen muss. Andererseits nehmen wir allzu oft Krankheiten, deren Konsequenzen wir nicht auf Anhieb erkennen, nicht wirklich wahr. Sei’s drum, damit kann ich leben. Womit ich nicht leben kann? Mit dem Kult des gesunden Körpers.
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